Linus Rösler (2037) – Eugène Kudryavtsev (2150) 0 : 1
Arshavir Musaelyan (1955) – Kevin Lucca (2122) 0 : 1
Béné Wasserfallen (2023) – Alex Lienhard (2209) 1 : 0
Volker Radt (1991) – Dominique Wiesmann (2004) ½ : ½
David Schaffner (1961) – Andreas Lienhard (1945) ½ : ½
Dominik Tschanz (1955) – Philippe Corbat (1942) 1 - 0
Matthias Roth (1956) – Fabien Maître (1856) 1 - 0
Klaus Monteforte (1950) – Mike Keller (1848) 1 - 0
Wichtiger und verdienter Sieg gegen die SG Biel – Béné gewinnt gegen einen 2200-er!
In der 3. Runde empfingen wir in unserem Klublokal den Traditionsverein SG Biel. Die Seeländer haben in früheren Jahrzehnten mehrmals die SMM NLA gewonnen und haben sich nach einem Totalabsturz in die 2. Liga glücklicherweise wieder zusammengerauft und stehen vor einer Wiedergeburt. Biel war an den ersten Brettern deutlich favorisiert. Es war schon vor dem Austausch der Aufstellungen klar, dass wir diesen Match an den hinteren Brettern gewinnen können. Dank unserer ausgeglichenen Mannschaft gelang uns dies auf bravouröse Art und Weise. Der Reihe nach:
An den hinteren Brettern musste ich und Klaus schon sehr früh die Remisgebote unserer Gegner refüsieren, damit unsere Spitzenbretter nicht unnötig noch zusätzlich in die Bredouillen kamen. Ein weiteres Glanzlicht setzte Dominik, er ist aktuell in einer beneidenswerten Form und liess auch mit seinen nicht präferenzierten schwarzen Figuren gar nichts zu und gewann souverän. Wie schon fast Usanz investierte David in der Eröffnung sehr viel Zeit und musste bereits nach etwa 20 Zügen die Zeitnot bewältigen. Dies gelang ihm sehr gut und er konnte seine Stellung mühelos in den Remishafen blitzen. Klaus spielte
sehr präzise und konterte die Angriffe seines jungen Gegners mühelos. Somit gingen wir gleichmal 2.5-0.5 in Führung.
Am 3. Brett kam es dann zum Husarenstück von Béné. Er spielte erstmals in seiner noch jungen Schachkarriere gegen einen 2200-er. Ich machte mir zeitweise Sorgen um seinen etwas eingespeerten Turm, aber Béné liess sich nicht beirren und landete einen grossartigen Sieg gegen Alex Lienhard. Somit stand es 3.5-0.5 und der Sieg schien nur noch eine Frage der Zeit zu sein. Aber so simpel war es dann doch nicht. Am Spitzenbrett kam Linus nie
richtig aus den "Pflöcken" raus und musste sich schlussendlich gegen seinen starken Gegner beugen.
Höchst bemerkenswert der erstmalige Auftritt von Arshavir in der 1. Liga. Gegen seinen jungen sehr starken Gegner hielt er problemlos mit und stand eher etwas besser. Leider entschied sich Arshavir die Schwerfiguren zu tauschen um in ein Bauernendspiel zu gehen, dass leider verloren war. Biel verkürzte somit auf 3.5-2.5. DerMatch stand nun plötzlich auf Messers Schneide. Mein Gegner "leckte" auf einmal Blut in einem Endspiel mit 2 Türmen gegen meine Dame und Volker hatte in einem interessanten Endspiel eine Figur weniger gegen 2 Mehrbauern. Mein Gegner hüpfte in der entscheidenden Phase immer wieder von seinem Brett zu Volker's Brett und wusste gar nicht ob er auf Gewinn oder Remis spielen sollte. Er wurde dann so nervös, dass er schlussendlich noch einen entscheidenden Fehler beginn und die Partie im 50. Zug einstellte. Zudem erspielte sich Volker gekonnt das Remis.
Mit diesem Sieg haben wir uns sehr viel Luft verschafft gegen unten und können nun zuversichtlich nach vorne blicken! In der nächsten Runde steht ein weiteres Derby gegen die "Bianco Neros" aus Belp an. SW 2 hat in der 3. Runde eine überraschend hohe 2-6 Klatsche gegen Köniz-Bubenberg abgeholt. Für das Derby ist dieses Resultat aber absolut irrelevant. Sie werden gegen uns wie immer in absoluter Bestformation aufstellen und dann auch
wieder vollzählig antreten.
(Mätthu Roth)
Alexandre Corbu – Philipp Aeschbach 1 : 0
Claudiu Prunescu – Marc Arsenie 0 : 1
Robert-Paul Nastase – Jonathan Gast 1 : 0
Tamir Artan – Ziad Kanana 0 : 1 F
Antoine Toussaint – Volker Radt remis
Evan Parmelin – Linus Rösler remis
Mikael Kassighian – Luigi Annicchiarico 0 : 1
Hanqi Lu – Niels Gade 1 : 0
Im Auswärtsspiel gegen L Garde du Roi kam unsere ersatzgeschwächte Mannschaft zu einem Unentschieden.
Neben dem Forfaitsieg von Ziad waren auch Marc und der erstmals für den SKB spielende Luigi erfolgreich. Als ich das zweite Mal auf Luigis Brett schaute, hatte er bereits einen Bauern mehr. Ca. 30 Minuten später meldete er mir seinen Sieg. Zuvor hatte aber Philipp seine ausgeglichen stehende Partie durch einen Patzer verloren. Nach ca. 2.5 Stunden stand es somit 1:2 für uns.
Danach verloren Niels und ich unsere Partien. Niels Stellung sah zunächst vielversprechend aus, konnte er doch mit dem Läufer auf g5 und dem Turm auf f1 den schwarzen Springer auf f6 fesseln. Später kam es zu einem Generalabtausch, sodass nur noch je ein Turm und ein Springer und diverse Bauern verblieben. Niels stand immer noch leicht besser, fand aber nicht die richtige Fortsetzung und kam ins Hintertreffen. In meiner Partie wurden nach der Eröffnung die Damen getauscht. Danach fand ich in ausgeglichener Stellung nicht den richtigen Plan und verlor die Partie, sodass wir nun 2:3 zurücklagen.
Doch Marc spielte eine grandiose Partie gegen die russische Verteidigung von C. Prunescu. In einem Endspiel mit je einem Turm und Läufer konnte er sich einen gedeckten Freibauern verschaffen. Auch standen alle seine Figuren aktiv, sodass sich sein Gegner auf das Verteidigen beschränken musste. Nach dem Läufertausch entschied der weisse Freibauer die Partie. Schwarz musste seinen Turm hergeben, um die Umwandlung dieses Bauern in eine Dame zu verhindern. Vor einem Jahr hatte Marc gegen denselben Gegner verloren!
Somit verblieben noch die Partien von Volker und Linus. Volker spielte Skandinavisch und kam nach 10 Zügen zu leichtem Vorteil, weil sein Gegner einen Isolierten Bauern auf d4 besass. Allerdings konnte er daraus kein Kapital schlagen, im Gegenteil. Es kam zu einem Turmendspiel in dem er eher passiv stand und sich genau verteidigen musste, bis das Unentschieden Tatsache war.
Linus stand mit seinem Grand Prix Angriff deutlich auf Gewinn. In einer taktisch komplizierten Stellung übersah er aber einen Zug seines Gegners und stand danach auf Verlust! Im Endspiel besass dann sein Gegner 2 Springer gegenüber nur noch einem Turm von Linus. Da hatte aber sein Gegner seinen Vorteil bereits wieder verloren, denn die beiden Springer standen eher unkoordiniert herum. So konnte Linus Turm alle gegnerischen Bauern am Damenflügel eliminieren und auch noch den einzigen schwarzen Bauern am Königsflügel gewinnen. Am Schluss musste Schwarz einen Springer gegen den vorgerückten weissen Bauern opfern. Das Endspiel von Turm gegen Springer konnte dann aber auch Linus nicht gewinnen.
Jonathan Gast
Ludovic Staub (2158) – David Schaffner (1966) ½ : ½
Franck Hassler (2081) – Bénédict Wasserfallen (2016) ½ : ½
Ivan Retti (2082) – Tindaro Ferraro (1966) 1 : 0
Guillaume Gerandi (1967) – Gilles Rossier (1963) 0 : 1
Nicolas Kaser (1957) – Klaus Monteforte (1938) 1 - 0
Youri Cortat (1970) – Matthias Roth (1956) 1 - 0
Frédéric Osberger (1961) – Thomas Wälti (1915) 1 - 0
Aurélien M. Detrait (1925) – Dominik Tschanz (1956) 0 : 1
Unnötige und unglückliche Niederlage im Jura
Nach einer längeren Bahnreise mit Umsteigen in Biel und Delsberg trafen wir voller Hoffnung
im sehr schönen Spiellokal in Pruntrut ein. Nach dem glücklichen Startsieg gegen Köniz-
Bubenberg wollten wir gleich weiterpunkten. Diesmal half uns aber Caissa nicht.
Gegen den leicht favorisierten Gegner kamen wir vor allem an den hinteren Bretter nicht auf
Touren. Letzte Saison waren die hinteren Bretter jeweils unser Steckenpferd, wo wir unsere
1. Liga Wettkämpfe entschieden haben.
Der ML und Thomas versiebten Ihre ausgeglichenen Stellungen und liessen uns schon früh
ins Hintertreffen fallen. Auch Klaus musste seit langem wieder eine Niederlage einstecken.
Nur Dominik konnte am letzten Brett gegen seinen jungen Gegner den vollen Punkt
einfahren.
Dafür lief es diesmal an den vorderen Bretter besser, wo unsere Spieler durchwegs auf
höher kotierte Widersacher trafen. Béné ging mit Weiss wie üblich wie die Feuerwehr los und
überrannte seinen Gegner förmlich. Bei genauem Spiel hätte er den verdienten Sieg
einfahren können bzw. müssen. Ganz am Schluss musste er dann noch froh sein, dass sein
Widerpart trotz Minusfigur eine Mattkombination übersah.
Die Zuverlässigkeit in Person ist Gilles. Einmal mehr war er nie in Bedrängnis und konnte
schlussendlich einen deutlichen Sieg erzielen. Tindaro stand gegen den gegnerischen ML
immer sehr gedrückt und konnte trotz grossem Kampf die Niederlage nicht abwenden.
(Mätthu Roth)
Volker Radt (1994) - IM Igor Yarmonov (2311) 0 : 1
Anton Popko (1987) - IM Hansjürg Känel (2256) ½ : ½
Niels Severin Gade (1908) - Jörg Brauchli (1875) 1 : 0
Gilles Rossier (1963) - Mike Jäger (2063) ½ : ½
Dominik Tschanz (1956) - Marc Tillmann (1910) 0 : 1
David Schaffner (1966) - Martin Hess (1792) 1 : 0
Klaus Monteforte (1958) - Pijanan Ravikumar (1643) 1 : 0
Tindaro Ferraro (1966) - Nahom Demoz (1859) ½ : ½
Knapper und glücklicher SMM-Auftaktsieg im Lokal Derby
In der Startrunde waren ausnahmsweise nur 3 anstatt der üblichen 4 SKB-SMM Teams in unserem Lokal im Einsatz.
Somit konnte unsere Mannschaft erstmals im vorderen Bereich des Klublokals aufstellen und spielen. Die Platzverhältnisse waren deutlich besser als wir es normalerweise bei unseren Heimspielen gewohnt sind.
Eine weiteres Novum war, dass ich in einem 1. Liga Match gleich 2 IM's bei unserem Gegner persönlich begrüssen durfte. Wie immer bei solchen Derbys sind die ML stark gefordert bei der Aufstellung, um hier möglichst optimal in den Match zu starten. Keine grosse Überraschung war es deshalb für mich, dass sich Jörg an einem vorderen Brett "opferte". Ich hatte ihn eigentlich am Spitzenbrett erwartet, aber bei Niels war er ebenfalls bestens aufgehoben. Niels behielt einen kühlen Kopf in einer taktischen und unübersichtlichen Stellung und brachte uns rasch in Führung. Somit verfehlte dieser "Taktikschuss" von SKKB die Zielscheibe.
Dafür bahnte sich am 6. Brett Ungemach an. David investierte wie so oft sehr viel Zeit in seine Eröffnungszüge und verpasste mehrfach die druckvolle Stellung seines Gegners auszugleichen. In Zeitnot unterlief ihm dann ein Fehler, den sein Gegner hätte entsprechend ausnützen müssen. Stattdessen kam dann von seinem Widerpart ein kapitaler "Blunder" retour, der die Partie sofort zu unseren Gunsten einstellte. Hier war uns Caissa gut gesinnt.
Am Spitzenbrett gab es für Volker hartes Brot zu essen gegen IM Igor Yarmonov und er musste relativ rasch seine Figuren wieder in die Ausgangsstellung zurückstellen. Doch etwas überraschend war es, dass Köniz-Bubenberg gleich 2 Junioren an den beiden letzten Brettern gegen uns brachte. Dieser Youngmove wäre beinahe aufgegangen. Unsere Routiniers hatten doch erhebliche Mühe gegen die beiden Könizer Jung-Talente. Tindaro stand zwar immer etwas besser, aber zum Sieg reichte es nicht. Auch Klaus musste lange und schwer kämpfen, um den ganzen Punkt sicher zu stellen. Ein Remis des Könizer Jungspunts wäre sicher auch verdient gewesen. Es zeigt sich, dass die Könizer Schachschule/Juniorenförderung von Weber und Brauchli nun die ersten grossen Früchte tragen.
Dominik musste sich mit der französischen Verteidigung von Marc auseinandersetzen. Marc spielte eine hervorragende Partie, wo Doemu nur mit sehr genauem Spiel noch den Ausgleich hätte erreichen können. Nach langem Kampf musste er sich dann geschlagen geben.
Unser Shootingstar Anton knüpfte nahtlos an seine letzte SMM Saison an. IM Hans-Jöggu kam in einem interessanten Springer – Läuferendspiel trotz 2 Mehrbauern nicht weiter und musste sogar noch sehr genau spielen um nicht noch auf die Verliererstrasse zu kommen. Somit ging auch diese Aufstellung perfekt auf, bzw. mein Plan Anton auf IM Hans-Jöggu anzusetzen. Schlussendlich war Anton mit seinem Remis der Matchwinner bei unserem hauchdünnen Erfolg. Beim Stand von 4-3 versuchte dann Gilles noch sein Turmendspiel mit einem Mehrbauern zu gewinnen, doch der Könizer ML Mike liess dies nicht zu und nach weit über 80 Zügen einigte man sich auf Remis und der SMM Startsieg war perfekt!
Die 1. Liga Gruppe NW wird diese Saison wohl die spannendste und ausgeglichenste Gruppe werden von allen NLA-1. Liga Gruppen, d.h. eine Hammergruppe, wo 4-4 und 4.5-3.5 Resultate jeweils an der Tagesordnung sein werden. Nichts für schwache Nerven, aber dafür spannend und aufregend. Ein Aufstiegs- bzw. Abstiegskandidat ist nicht ersichtlich. Man darf sehr gespannt sein auf die weiteren Auftritte von Bern 2 in der 1. Liga.
(Mätthu Roth)
Hervé Marchandise (1829) ½ : ½ Luca D’Arcangelo (1968)
Alexis Muller (1682) 0 : 1 Dario Hilpertshauser (1862)
Rexhe Ademi (1624) 1 - 0 Ivan Wissler (1732)
David Ghosh (1752) 0 - 1 Jonas Mosimann (1720)
Raphael Krishna Ghosh ( - ) 0 - 1 Tobias Habegger (1809)
Bijan Sohrabian (1749) 0 - 1 Tomas Petruccello (1833)
Auf die frische Saison mit frischer Verstärkung ausgestattet reisten wir nach Neuchâtel, wo wir im schönen Saal von der Maison de l’Union Commerciale von der dritten Mannschaft von Neuchâtel zur ersten Runde SMM empfangen wurden.
Unser Neuzugang Dario zeigte dann auch kein Pardon und holte sich den vollen Punkt im neuen Trikot. Ebenfalls kein Erbarmen zeigte Tobias mit seinem 10-jährigen Gegenüber. Dieser schenkte ihm im 9. Zug eine Figur und die Partie. Es war nun der zweite Blitzerfolg von Tobias in Folge. Die Analyse am Folgetag hat ergeben, dass Tobias stärkere Gegner braucht. Ich bekam es mit dem Vater von Raphael Ghosh zu tun. Er leistete bedeutend mehr Widerstand als sein Sohnemann, patzte aber im Endspiel seinen Turm. Tomas Gegner rochierte direkt in die Attacke auf dem Königsflügel. Die gedoppelten Türme dominierten die offene e-Linie, die Läufer kontrollierten aus der Distanz und die Damen bäumte sich vor dem Königshaus auf, das unter dem Druck zerbarst. Ivan kam eigentlich besser aus der Eröffnung, blockierte das Zentrum und schien auf dem Damenflügel die Überhand zu haben. Leider liess er die gegnerische Dame ungünstig infiltrieren und musste sein Springer opfern, um kurzfristig Schlimmeres zu verhindern. Langfristig resultierte aber trotzdem eine Niederlage. Luca bewegte sich die ganze Partie auf der besseren Seite der Ausgeglichenheit. Bis Zug 25 erarbeitete er sich sogar kontinuierlich eine bessere Position, die er dann aber kontinuierlich wieder hergab. Sie teilten sich die Punkte.
SK Bern 2 startet überzeugend mit einem 4.5-1.5 Sieg in die neue Saison.
(Jonas Mosimann)