Klubmeisterschaft

Corona-Version Winter 2020/21

Zeitplan

  1. Runde: 9. November – 22. November

  2. Runde: 23. November – 6. Dezember

  3. Runde: 7.Dezember – 20. Dezember

Pause

  1. Runde: 4 Januar 2021 – 17. Januar 2021

  2. Runde: 18. Januar – 31. Januar

  3. Runde: 1. Februar – 14. Februar

  4. Runde: 15. Februar – 28. Februar

März 2020 Siegerehrung

Clubmeisterschaft SK Bern 2020-21

Modus

Dreh- und Angelpunkt ist Nguyen (khainguyen.ly@gmail.com).

Die Paarungen erfolgen nach CH-System. Sie werden von Nguyen bekannt gegeben.

Die KontrahentInnen haben jeweils 2 Wochen Zeit, ihre Partien durchzuführen - Ihr organisiert Euch selbst, d.h. Ihr bestimmt die Zeitkadenz (Langzeitpartien, Rapidspiel oder gar Blitz) und den Spielort selbst (ihr könnt Euch live oder auch im virtuellen Raum auf lichess.org treffen). Nach Ablauf der Frist meldet der Sieger/die Siegerin das Resultat. Bei Remis meldet der/die Weiss-SpielerIn das Resultat.

Ich empfehle Euch, Euch kostenlos auf lichess.org zu registrieren. Dort könnt Ihr gegeneinander spielen/herausfordern («Spiele mit einem Freund» und auch die Zeitkadenz bestimmen).

Hier ist es wichtig, dass Ihr frühzeitig mit Eurem Kontrahenten den Match vereinbart. Der/die GewinnerIn meldet das Resultat, bei Remis ist Weiss-SpielerIn zuständig für die Resultmeldung.


Zusammenfassung der 4. Runde

Wer stoppt Martin in dieser Klubmeisterschaft? Im Spitzenspiel zwischen Martin und Yogi gab es auf dem Brett einen Franzosen, der auf beiden Seiten an Taktik fast nicht zu überbieten war – mit dem besseren Ende für Martin. Damit bewahrt Martin eine reine Weste und führt die Tabelle mit dem Punktemaximum an.

Im Juniorenduell zwischen Luzian und Igor findet letzterer wieder auf die Siegesstrasse zurück und führt Luzian die erste Niederlage zu. Damit bleibt Igor erster Verfolger vom Martin.

Die grösste Überraschung im bisherigen Turnierverlauf gelang dem talentierten Junior Ziad. Er geht im Duell gegen Diego als Sieger hervor, hievt sich damit auf den 3. Tabellenrang. In der nächsten Runde trifft Ziad auf Martin. Ob es ihm gelingen wird, Martin ein Bein zu stellen?

Nguyen spielt gegen Ruedi. In einem taktisch geprägten Spiel macht Ruedi grossen Druck auf dem Königsflügel. Mit einem Figurenopfer schafft es Nguyen, sich aus der Umklammerung zu lösen und die Partie in ein Remis zu lenken.

Thoemel holt gegen Niels seinen ersten vollen Punkt: Die Eröffnung war sizilianisch, Grand-Prix. Niels kam gut aus der Eröffnung heraus und stand im Mittelspiel lange besser. Er setzte Thoemels Dame auf h3 fest und Läufer und Turm auf der A-Linie. Allerdings rückte er seinen C-Bauern zu weit vor, so dass nach nach einem Taktischen Geplänkel Thoemel besser stand. Im Endspiel hatten beide Turm, Springer und 4 Bauern. Dankdem Thoemels Figuren aktiver standen, konnte er schliesslich den Sieg erringen. Die Zeit spielte auch eine entscheidende Rolle: Niels hatte die Uhr auf 45+5 anstatt wie abgemacht auf 45+3 eingestellt. So kam Thoemel auf 8 Sekunden herunter, was im normalen Modus das Aus bedeutet hätte. Damit reicht Thömel vorerst die rote Laterne weiter.

Zusammenfassung der 5. Runde

Am «ersten Brett» kam es zu einer interessanten Affiche: der aufstrebende U12-Spieler Ziad empfängt den souveränen Leader Martin. Kann Ziad seine aufsteigende Tendenz bestätigen? In der letzten Runde bezwang Ziad den um über 400 Elo höher gewerteten Diego. Mit Martin ist der Unterschied aber noch grösser – nämlich 600 Elo. Doch Ziad zeigte sich unbeeindruckt. Es kam das Blackburne-Kloosterboer Gambit in der Skandinavische Verteidigung auf’s Brett. Ziad marschiert mit den weissen Bauern forsch nach vorne und verschafft sich einen Raumvorteil. Nach einem Geplänkel im Mittelspiel kam der grosse Moment der weissen Springer. In Ribery-Robben-Manier zu Bayerns bester Zeit wirbelten diese den Schwarz-Spieler schwindlig. Nach einem Springerschach mit möglichem Qualitätsgewinn gab Martin auf. Damit war die Sensation der 5. Runde perfekt!

Nguyen kommt gegen den favorisierten Igor gut aus der Eröffnung und hatte im Mittelspiel gar einen leichten Vorteil. Zum leichten Vorteil kommt hinzu, dass Igor langsam aber sicher mit der Zeitknappheit zu kämpfen hat. Doch der hartnäckige und trickreiche Igor schafft es immer wieder, sich aus einer Drucksituation zu befreien. Er opfert einen Springer. Seine Bauern aber marschieren nun Richtung gegnerische Grundlinie. Nguyen gab dann auf.

Yogi und Luzian haben Unentschieden gespielt. Aber – da wurde nichts geschoben – sondern gekämpft. Yogi griff mit Weiss konsequent an. Luzian kam unter Druck, verteidigte sich aber umsichtig, konnte aber den Verlust eines Bauern nicht mehr verhindern. Mit dem Mehrbauern du einer Zeitnot von Luzian ging es ins Endspiel – und dort war es icht Luzian, sondern Yogi, der patzte und den Mehrbauern wieder zurückgab und das mit wenigen Sekunden auf der Uhr von Luzian. Danach war die Stellung Remis, trotzdem wurde noch gekämpft, bis eine dreimalige Zugwiederholung entstand. «Hat Freude gemacht, zu sehen, wie sich der Junior verteidigt und gespielt hat!» meint Yogi nach dem Spiel.

Im Duell der «Fast-Zwillinge» Diego gegen Thömel – ersterer wurde im letzten November 50jährig, letzterer hat vorige Woche nachgezogen (an dieser Stelle noch herzliche Gratulation und alles Gute!) - wollte Diego im Spiel gegen Thömel seinen «vermeintlichen» Ausrutscher in der letzten Runde gegen Ziad vergessen machen. Es kam ein Franzose in der Austausch-Variation aufs virtuelle Brett.

Doch schon im 13. Zug erlaubte sich Thömel einen Patzer. Er stellt seinen schwarzen Läufer ohne Kompensation zum Frass vor. Gleich darauf vergass er, dass der Turm noch hing. Nach doppeltem Figurenverlust war das Genick gebrochen und Thömel warf den Bettel hin. Die Unachtsamkeit ist sicherlich auf die Vorfreude und Nervosität des runden Geburtstag zurückzuführen. Diego hat ihm da halt schon 2 Monate voraus. Diesen Vorsprung hinsichtlich Lebenserfahrung nutzt er gnadenlos aus.

Im Generationenduell Ruedi gegen Niels – hier trifft der älteste auf den jüngsten Teilnehmer – kam das Smith-Morra-Gambit im Sizialinischen auf das Brett. Ruedi rennt lange einem Bauern hinterher. Im 18. Zug aber macht Niels einen groben Patzer. Er entwickelte seinen Läufer und vergass, dass da noch ein Springer noch hing. Niels kämpfte tapfer weiter, aber die Hypothek des Figurenverlusts wog schlussendlich zu sehr. Ruedi konnte eine abwechslungsreiche Partie für sich entscheiden. «Ich denke, da wächst ein Schachtalent heran», meint Ruedi nach dem Spiel über seinen jungen Kontrahenten.

Damit wird es in der Klubmeisterschaft noch einmal spannend! Martin und Igor führen die Tabelle punktgleich an. Dicht dahinter folgt Ziad, dem nun alles zuzutrauen ist. Das Juniorenduell Igor gegen Ziad sowie das Duell des Mannes aus den Anden, Diego, gegen den Walliser Martin Clausen versprechen einen schachlichen Leckerbissen in der nächsten Runde



Im Entscheidungsspiel gegen den punktgleichen Igor konnte Martin die Partie für sich entscheiden.

Herzliche Gratulation