Berichte

Hier finden Sie Matchberichte zur laufenden Meisterschaft (SMM oder SGM).

Die SJMM-Berichte sind unter der Rubrik Jugend/SJMM

Berichte zu vergangenen Saisons sind auf Unterseiten zu finden.

Laufende Meisterschaft: SMM 2022

Zweite Runde, 14./15.5.22

Bern 2 (vorne) und Bern 3

Bern 7 mit Oliver, Dario & Raph

Bern 7 am Analysieren

Bern 5 (vorne) und 6 in Langenthal

Bern 1 (NLB, Westgruppe)


Riehen 2 - Bern 1 4:4 (Kiefer - Fejzullahu ½:½, Ammann - Schlegel 0:1, Herbrechtsmeier - Schaffner ½:½, Dill - Ramseyer 1:0, Deutschmann - Gast 1:0, Luginbühl - F. Pellicoro 1:0, Ernst - Arsenie 0:1, Deubelbeiss - Dijkstra 0:1)

Gerechtes Unentschieden gegen die zweite Mannschaft von Riehen


Im Match gegen die 2. Mannschaft von Riehen mussten beide Teams auf mehrere Spitzenspieler verzichten. So fehlten beim SKB die beiden besten und bei Riehen sogar die 4 besten Spieler. Wie das Unentschieden zeigt, wussten wir diesen Umstand zu nutzen, obwohl die Mannschaft aus Riehen an den Brettern 3 – 8 auch so noch jeweils um 100 – 150 ELO-Punkte besser besetzt war.


Die «spanische Partie» von Afrim am 1. Brett endete zuerst. Sein Gegner bot ihm schon im Mittelspiel das remis an.


Am 2. Brett überspielte Igor seinen Gegner mit Weiss mit einer selten gespielte Variante gegen Sizilianisch. Da sein Gegner in der Eröffnung nicht die richtigen Züge fand, kam Igor zu grossem Raumvorteil und konnte einen Königsangriff lancieren. Schwarz konnte sich nur verteidigen, ein Gegenspiel war wegen der passiven Stellung nicht möglich. Die vielen taktischen Möglichkeiten zwangen Igor aber zu viel Rechenarbeit, sodass er wie so oft in Zeitnot kam. Schlussendlich fand er aber die richtigen Züge und gewann die schwarze Dame und damit die Partie.


Auch am 3. Brett wurde Sizilianisch, diesmal die Najdorf-Variante gespielt. Dabei musste sich David mit Schwarz gegen den Fischer-Sosin-Angriff verteidigen. Dies gelang ihm sehr gut, denn er konnte die weisse Dame für zwei schwarze Leichtfiguren gewinnen. Leider griff er in der Zeitnot fehl, sodass sein Gegner mit seinem scharzfeldrigen Läufer gleichzeitig Davids Turm und Dame angreifen konnte. David musste die Dame wieder zurückgeben und stand leicht schlechter da. Trotzdem einigte man sich auf ein remis.


Am 4. Brett kam ein «geschlossener Sizilianer» auf das Brett. Nicolas Gegner erlangte mit Schwarz aber genügend Gegenspiel und gewann die Partie nach einer Ungenauigkeit von Weiss.


Sizilianisch wurde auch am am 5. Brett gespielt. Mein Gegner täuschte mit 2.Sc3 und 3. f4 einen Grand Prix an, um dann aber mit d4 und Ld3 fortzusetzen. Auf jeden Fall kam ich in Vorteil und lehnte dass weisse Remisangebot nach 17. Zügen ab. Zu diesem Zeitpunkt war erst die Partie von Afrim am 1. Brett beendet, und der Ausgangs des Matches war ziemlich unklar. Einige Züge später setzte Weiss mit dem Bauernvorstoss f4-f5 zu einem, wie er mir nachher sagte- verzweifelten - Königsangriff an. Leider fand ich aber nicht die richtige Verteidigung und verlor die Partie!


Sizilianisch Sweschnikow lautete die Eröffnung am 6. Brett! Dabei tauschte Fabian mit Weiss noch in der Eröffnung seinen aktiven Springer auf d5 gegen den passiven Läufer auf e7. Später stellte er noch seinen g-Bauern auf das Feld g4, was zu entscheidenden Schwächen auf seinen schwarzfeldrigen Feldern f4 und h4 führte.


Am 7. Brett wurde nicht Sizilianisch sondern eine Variante des Londoner Systems gespielt. Marc konnte sich dabei mit einem zwischenzeitlichem Damenopfer aus seiner nachteiligen Stellung befreien. Weiss musste die Dame zurückgeben und verlor dabei noch wegen eines ungenauen Zuges einen Bauern. Diesen Mehrbauern konnte Marc später in eine Dame umwandeln. Trotz grossen Materialnachteils setzte der Weisse die Partie fort. Mit viel Geduld und technischem Können brachte Marc aber den ganzen Punkt ins Trockene!


Auch am 8. Brett gab es wieder eine sizilianische Stellung. Dabei gewann Hidde mit Weiss spielend einen schwarzen Turm und 2 schwarze Bauern gegen zwei Leichtfiguren. Nach dem Abtausch vieler Figuren kam es zu einem Endspiel, bei dem Hiddes Turm und seine zwei, vom weissen König unterstützten, verbundenen Freibauern stärker waren als der Läufer und der Springer seines Gegners. Mit dieser zuletzt beendeten Partie sicherte Hidde das Unentschieden für unsere Mannschaft. (Joni Gast)



Bern 2 (1. Liga, Westgruppe)


Bern 2 - Genève 2 4½:1½ ((Horber - Li 0:1, Maurer - Broome ½:½, Wasserfallen - Saraiev 1:0, Musaelyan - Frauchiger 1:0, Lips - Detraz 1:0, Rösler - Vadi 1:0)


Bern 3 (2. Liga, Westgruppe 1)


Bern 3 - Belp 4:2 (Roth - Michael Burkhalter 1:0, Wälti - Bühler ½:½, Stadler - Matthias Burkhalter ½:½, Kanana - Buntschu½:½, Gil - Brückler 1:0, Koch - Adam ½:½)

Während rund um uns herum der grosse Volkslauf Grandprix Bern stattfand, sass unsere Equipe still auf ihren Stühlen und übte sich im Hirnsport. Dabei einigten sich Ruedi und Thomas K. mit ihren Gegnern nach gut 2 Stunden auf ein Remis. Den ersten vollen Punkt lieferte Matthias am ersten Brett mit einem Bauernsturm gegen Sohn Burkhalter. Danach steuerte Thomas W. ein mannschaftstaktisches Remis bei - besser Remis als zu riskieren. Bei Oscar sah es zuerst lange ebenfalls nach einem Remis aus. Es gab jedoch immer wieder Optionen. Und so konnte er in einem Endspiel mit Bauern und je dem schwarzen Läufer seinen Gegner doch noch überspielen. Ziad fand sich in einer komplexen Partie in einem Zeitnotkrimi bei der ersten Zeitkontrolle wieder. Dabei behielt er einen kühlen Kopf und konnte seinen Gegner im 40. Zug mit einem Bauerngewinn überraschen. Jedoch reichte der Mehrbauer nicht aus, und - da der Match entschieden war - einigte man sich mit je 3.5 Minuten vor der finalen Zeitkontrolle auf ein Remis. (Thomas Koch)

Bern 4 (3.-Liga, Nordwestgruppe 3)

Lyss 2 - Bern ½:3½ (Schwab - D'Arcangelo 0-1, Nolting - Marbacher 0-1, Bloch - Mosimann ½:½, Jakob - Habegger 0-1)

In der 2. SMM Runde musste Bern4 gegen Lyss2 ran. Bereits im Zug herrschte eine energetische Stimmung. Wir alle waren guten Mutes und wollten die Runde gerne gewinnen.

Und eben diese Energie übertrug sich schon bald nach den ersten Zügen auf die Stellung von Tobi. Gekonnt kombiniert, gabelte er sich die erste Figur seines Gegners. Nun, von der Aussicht getrieben, den schönen Sommertag womöglich nicht drinnen verbringen zu müssen, liess er nichts mehr anbrennen.

Währenddessen sah es auch für Luca M. nach einer Miniatur aus. In der Eröffnung opferte Luca einen Bauern für starke Zentrumskontrolle und dynamische Positionierung seiner Läufer. (Yogi wäre stolz!) Doch sein Gegenüber kannte keine Furcht, und verschlang nach dem ersten gleich noch einen zweiten Bauern. Der war allerdings vergiftet, und Luca konnte einen Angriff starten, der zum Qualitätsgewinn führte. Da fand sein Gegner eine brillante Taktik, und Luca sah sich gezwungen, die Qualität wieder zurück zu geben. Voller Euphorie wieder ins Spiel gefunden zu haben, frass Lucas Kontrahent gleich im nächsten Zug erneut einen vergifteten Bauer und verlor seine Dame.

Jonas Spiel startete etwas gemütlicher. Sein Gegner entschied sich für 1. c4. Lange blieb die Stellung symmetrisch. Es schlich sich ein leichter Vorteil für Weiss ein. Hungrig auf die Bauern am Damenflügel gibt sein Gegner jedoch seine druckvolle Stellung auf und ermöglicht Jonas einen Konterangriff. Leider vergibt Jonas nach der 1. Runde auch in der 2. Runde ein forciertes Matt, bewahrt aber heute einen kühlen Kopf und ebnet mit einem Läuferopfer seiner Dame den Weg zum Dauerschach.

Auch meine Partie startete ruhiger, ich konnte relativ bald den Anzugsvorteil meines Gegners ausgleichen und stand dann zwischen zeitlich etwas besser. In einer kritischen Stellung wollte ich nicht in ein Endspiel simplifizieren, und entschied mich, meinen Springer zu opfern. Dabei übersah ich jedoch, dass mein Gegner mit einem Konter-Qualitätsopfer, meinen Plan zunichte hätte machen können. Glücklicherweise übersah er die Kombination auch. Die Stellung flachte trotz meiner Bemühung, in ein ausgeglichenes Endspiel ab. Allerdings war mein Gegner etwas unkonzentriert und ich konnte seine Dame aufgabeln. (Luca D'Arcangelo)

Bern 5 (3.-Liga, Nordwestgruppe 3)


Langenthal 1 - Bern 5 2½:1½ (Mentor Zeqirai - Niels Severin Gade 0.5 : 0.5, Michael Zeller - Luzian Spicher 1 : 0, Roland Kämpfer - Julian Sutter

1 : 0, Christoph Fürst - Igor Melenevskii 0 : 1)

Die zweite Runde führte unsere Junioren nach Langenthal. Und wie schon in der ersten Runde waren die Gegner deutlich stärker, im Schnitt um ca. 250 Elo, am 1. und 3. Brett gar über 400 Elo.

Aber auch unsere Junioren können schon ein wenig Schach spielen und so endete die erste Partie erst nach über 2 1/2 Stunden. Die Kollegen von Bern 6, die gegen Langenthal 2 spielten, waren - bis auf Timo am 4. Brett - längst zum gemütlichen Teil des Nachmittags übergegangen.

Niels Gegner am ersten Brett eröffnete Englisch, beide spielten sehr konzentriert, machten keine Fehler und schliesslich teilte man sich nach 30 Zügen mit K und je 5 Bauern die Punkte.

Die anderen mochten wohl kein schlechtes Wetter und spielten daher Sizilianisch: geschlossen, Sosin-Angriff und Rossolimo-Variante.

Julian an Brett 3 stand lange ausgeglichen, verlor nach einigen Ungenauigkeiten aber doch gegen seinen übermächtigen Gegner. Igor an Brett 4 hatte nach einigen Fehlern eigentlich eine hoffnungslos verlorene Stellung, kämpfte aber heroisch weiter und wie es manchmal so kommt siegte die Erfahrung im Endspiel. Nach 3 Stunden stand es sensationell 1.5 : 1.5 und Luzian an Brett 2 war das Zünglein an der Waage. Die Stellung war ausgeglichen, mit ganz leichten Vorteilen für Luzian, aber beide hatten nur noch wenige Minuten bis Sekunden auf der Uhr und erst gut 20 Züge gespielt. Luzian machte dann in Zeitnot und komplexer Stellung leider den ersten Fehler und verlor nach 3,5 Stunden die Partie und wir die Runde.

Wie schon in der letzten Runde war es knapper als erwartet und unsere Gegner waren beeindruckt von der Leistung unserer Junioren!!!

(Silke Gade)

Bern 6 (4.-Liga, Nordwest 3)

Langenthal 2 - Bern 6 1½ - (Keller - Radt ½:½, Meister - Valerio Ferraro 0-1, Brütsch - Emilio Ferraro 0-1, Birrer - Braun 1-0)


Mannschaftssieg - mit zwei Raketen am Brett und im Gepäck

Beinahe 40 Jahre spiele ich die SMM. Trotzdem gibt es noch Neuerungen fürr mich. Noch nicht erlebt hatte ich zuvor, dass in der selben Gruppe gleich zwei Teams vom selben Klub gegeneinander antreten. Das geschah in der 1. Runde gegen das Team von Thoemu Schlegel (SKB 7), wo wir uns salomonisch trennten. Ein Novum war auch, dass gleich zwei Teams vom SKB nach Langenthal reisten. Gegen das Fanionteam von Langenthal spielte das Team von Silke (SKB 5) und wir durften gegen die zweite Mannschaft von Langenthal antreten.

Da ich am Abend noch zu einer verspäteten Silvesterfeier fuhr, befanden sich in meinem Rucksack zwei Tischbomben in Form von Raketen. Es stellte sich heraus, dass dies ein veritables Ohmen war.

Meine Jungs stellte ich darauf ein, wie sie gegen unerfahrene Schüler spielen, denn vor einem Jahr kamen die Langenthaler mit 3 Schülern nach Bern. In der Aufstellung waren dann auch zwei Schüler aufgeführt. Der Mannschaftsleiter informierte mich, dass es nicht klar sei, ob die Schülerin am letzten Brett überhaupt käme. Wir vereinbarten beim 4. Brett eine Viertelstunde zu warten und dann den möglichen Langenthaler Ersatz zu berücksichtigen, damit Timo sicher zum Spielen kam.

Die Spielerin kam nicht und sie wurde durch den erfahrene und stärksten Langenthaler, Alfred Birrer, ersetzt. Das hiess aber für Timo, dass er keine leichte Beute vorgesetzt bekam. Das wurde auch sehr schnell klar, denn schon in der Eröffnung spielte der Langenthaler seinen Springer früh nach b 4. Der hätte locker mit a 3 vertrieben werden können - der gegnerische Springer hätte dann bereits nach 5 Zügen 3 x gezogen und Timo wäre bestens gestanden. Wie gefährlich es auch mit Weiss in der Eröffnung ist, einen schablonenhaften Zug zu spielen, musste Timo dann schmerzlich erleben. Auf seinen Bauernzug auf d 4 kam sofort Läufer auf f 5 und es brannte in der weissen Stellung fürchterlich. Es drohte verheerend die Springergabel auf c 2. Da aber auch Weiss dem Anschein nach ein Figurengewinn erzielen konnte, folgte ein Damenschach auf a 5 von Timo. Der half aber nur den zweiten Springer von Schwarz zu entwickeln. Timo musste wiederum seinen Springer auf a 3 spielen, um die Gabel zu verhindern. Schwarz stand besser und Weiss hat mehr Sorgen, als ihm lieb war. Jetzt wäre es darum gegangen, den Schaden möglichst gering zu halten und irgendwie den König in Sicherheit zu bringen. Timo spielte jedoch den zweiten schablonenhaften Zug - g3. Das kostete dann schon Material - viel Material. Eine Lehre soll Timo sein, dass man sich Zeit nimmt bei Stellungen, die nicht bekannt sind und möglichst gut überlegt, was der Gegner genau will. Der Bluff von Schwarz ging voll auf. Timo musste schliesslich seinen h-Turm mit wenig Kompensation geben.

Dafür sah es bei den Ferraro Brüdern prima aus. In der Eröffnung spielte zwar Valerio die weisse Dame auf e 2 und verunmöglichte, dass der weisse Läufer entwickelt werden konnte. Das war aber Theorie und beide kannten sie - die russische Verteidigung. Bevor die Entwicklung abgeschlossen war entschied sich Valerio mit 12. Sb4 auf Angriff zu spielen. Fuer Schwarz hätte es Verteidigungsressourcen gegeben - aber er sah es nicht. Dadurch gewann Valerio ein Figur. Mit dem Tauschen der beiden Türme liess er nichts mehr anbrennen und gewann die Partie in Raketenmanier souverän in 26. Zügen.

Emilio eröffnete mit Schwarz solide, sah sich keinen gefährlichen Angriffszügen ausgesetzt und gewann aus der Eröffnung einen Bauern. Er hatte mit seinem Läufer auf g 7 eine Figur, die dermassen stark die Position dominierte, dass sein jugendlicher Gegner einen Figurenverlust nicht verhindern konnte. Zusätzlich besass Emilio einen Freibauer, der unterstützt vom Turm zur Umwandlung lief und nur mit der Hergabe eines Turms gebremst werden konnte. Das war dann für seinen Gegner irgendwann doch zu viel und fast zeitgleich mit seinem Bruder gewann er ebenfalls im Raketenmodus die Partie.

Es stand nach gut eineinhalb Stunden 2:0 für uns. Timo versuchte noch aus dem Trüben zu fischen, da es durchaus noch Tricks gab. Darum empfahl ich ihm weiterzuspielen. Aber absehbar war, dass das 1. Brett für den Ausgang des Matches entscheidend sein wird.

Dort wurde zwischen dem Langenthaler Florentin Keller und Yannick die slawische Verteidigung auf's Brett gezaubert. Beide kannten sich darin anscheinend gut aus, da die ersten Züge im Blitzmodus verliefen. Bis Yannick's Gegner nicht mehr den Theoriezug brachte. Das führte dazu, dass Yannick viel Zeit benötigte, um die Stellung zu analysieren. Yannicks Gegner hatte auf dem Königsflügel einen Mehrbauern. Yannick hatte Angriff auf der Damenseite. Beide rochierten gross. Yannick liess die Bauern unterstützt von seiner Dame auf der Damenseite laufen und sah trotzdem den Vorteil bei Weiss. Dies erst recht, als er einen seiner Türme auf der h-Linie ins Abseits bewegte. Er besann sich eines Besseren und forzierte wieder die Bauern auf der Damenseite. Auch den von Yannick initierten Läufertausch empfand ich besser für seinen Gegner. Erst recht als m nächsten Zug mit dem weiteren pushen des c-Bauern ein Fehler von Yannick folgte, der zu unserem Glück nicht ausgenutzt wurde. Eine Stellung die zu Beginn eher positionellen Charakter aufwies, wurde völlig taktisch. Dies vorallem auch, weil beide regelmässig die besten Züge ausliessen. Deshalb brannte die Stellung auf beiden Seiten. Der weisse König war umringt von Yannick's Bauern und sein König befand sich im Openair-Stadium, was auch sehr gefährlich war. Chancen wurden hüben und drüben ausgelassen. Aber die letzte grosse Chance hatte Yannick mit einem Damen- und gefolgt von einem Läuferschach (die einzige Leicht- oder Schwerfigur, die zuvor nie gezogen wurde), hätte die Qualität gewonnen. Das sah er doch schon in Zeitnot nicht und sein Gegner sah nur noch das Dauerschach als Feuerlöscher. Mit dem wurde die Partie dann zu Zufriedenheit beider beendet. Erst recht zur Zufriedenheit von uns, denn damit war der Mannschaftssieg besiegelt.

Timo, der am Anfang so schlecht stand, kämpft da noch als letzter. Die Misere bei der Eröffnung konnte er leider nicht mehr wettmachen und schliesslich gab er auf. Der Mannschaftssieg gab ihm doch ein bisschen Trost. Daran konnte auch er sich freuen.

Die Moral von der Geschichte: hast du Raketen im Gepäck und Raketenschach auf dem Brett, das ist nett.

Die zweite Moral: Gut ist zwei Ferraros im Team zu haben. Besser wäre es, wenn es - ja, genau - wenn es drei wären.

Vielleicht lässt das Schachvirus seiner Söhne auch Papa Ferraro wieder vermehrt zum Schachspielen kommen und er gibt irgendwann ein gerne gesehenes Comeback! (Jörg Brauchli)


Bern 7 (4.-Liga, Nordwest 3)

Bern 7 - Fribourg 3 - 1 (Raphael Ernst - Francesc Oro 1 : 0; Dario Hilpertshauser - Enes Kaya 0 : 1; Oliver Stettler - Nicolas Michellod 1 : 0; Brett 4 Forfait)

Das Team von Fribourg besteht aus einem Erwachsenen und drei Schülern, bzw. heute nur zwei Schüler, weshalb wir mit einem Punkt Vorsprung ans Werk gehen. Da spielen an drei Brettern lauter noch ungewertete Spieler. Hier gibt es keine Theorievarianten, es wird sozusagen ohne Hilfsmittel gekämpft.

Raphael, an Brett eins, lässt sich beide Randbauern entweder tauschen oder auf die Springerlinie schlagen. Das sieht recht unkonventionell aus, schon bei Zug 9. Er verbessert seine Figuren und greift bei der ersten Gelegenheit mit Turm und Dame am Königsflügel an. Der gegnerische König hat noch nicht rochiert, kann aber nicht mehr, weil sonst der Turm auf der A-Linie durchbrechen würde. Bald schon gewinnt Raphael einen ganzen Trum und kurz darauf in einem schönen Mattangriff das Spiel.

Dario denkt, er habe einige Ungenauigkeiten und Fehler begangen und sieht sich in der Defensive. Daraus löst er sich bravourös und wenn er nicht diesen einen Abzüger übersehen hätte, der ihn einen Läufer kostet, fahrradkettelte er sicher etwas ganz schönes nach Hause.

Oliver spielt eine Wiener Partie. Sein Gegner rochiert zu früh und gibt so einen Bauern her. Oli zögert zuerst, weil nicht sicher, ob da nicht eine billige Eröffnungsfalle dahinter steckt, nimmt aber schliesslich den Bauern. Der Gegner scheint verdutzt und patzt im nächsten Zug grad noch einen weiteren Bauern. Natürlich kommt Oliver danach etwas unter Druck, weil Schwarz seine Figuren leichter entwickeln kann, doch er übersteht diese Phase schadlos. Im Stil eines Routiniers bringt er seine Figuren auf gute Felder, vertreibt des Gegners weit vorgerückte Läufer und erobert sich mit seinen Bauern einen Raumvorteil. Wenn man die Partie im Schnellauf durchgeht, sieht das aus wie eine Wellenbewegung, wo zuerst die schwarzen Figuren auf die weisse Seite schwappen, um gleich darauf die weissen auf die schwarze Seite. In diesem Moment drückt Weiss seine beiden Mehrbauern in die schwarze Verteidigung und sperrt die gegnerische Dame auf h8 ein. Ein paar Züge später ist sie verloren und Schwarz gibt auf.

Die Novizen von Bern 7 zeigen erfrischendes Angriffsschach und ausserdem erstaunlich gutes Stellungsverständnis! (Thoemel)

Bern 8 (4.-Liga)

Köniz Bubenberg 2 - Bern 8 4-0 (Vermin - Roth 1-0, Amsler - Mario Useche 1-0, Rimann - Simon 1-0, Useche, Härdi - Lehmann 1-0)

Gegen das starke Köniz Bubenberg 2 mussten wir Lehrgeld zahlen. An sämtlichen Brettern mussten wir gegen das erfahrene Team von Köniz Bubenberg 2 eine Niederlage hinnehmen.


Bern 4, Bern 5, Bern 6 und Bern 7 in der Zunft

Bern 1 spielt im Casa Chilena

Da haben die Jungs von Bern 2 noch gut lachen;-))

Linus erkämpft sich ein Remis und verhindert ein Desaster

Erste Runde, 30.4.22

Bern 1 (NLB, Westgruppe)

Bern 1 - Bois-Gentil Genf 1 4½:3½ (Sutter - Masserey 1:0, Fejzullahu - Cadei 1:0, Schaffner - Kupalov ½:½, Gast - Shahmammadli ½:½, Horber - Louis ½:½, Ramseyer - Korotejewa ½:½, Arsenie - Stephanus ½:½, Dijkstra - Baghirov 0:1).


Geglückter Start der 1. Mannschaft in der Nationalliga B Westgruppe

Gegen das schwach besetzte Team von Bois-Gentil kam unsere 1. Mannschaft zu einem knappen aber verdienten 4.5 zu 3.5 Sieg. Die Mannschaft aus Genf setzte dabei nur 4 ihrer 10 besten Spieler ein, sodass wir an allen Brettern nach ELO-Punkten stärker besetzt waren. Aber nur Oliver Sutter am 1. Brett und Afrim Fejzullahu am 2. Brett wurden ihrer Favoritenrolle gerecht.

Dem erstmals seit über 15 Jahren wieder für den SKB spielenden Oliver gelang dabei in einem Damengambit ein überzeugender Angriffssieg gegen Yvan Masserey. Dagegen musste sich Afrim, der mit Schwarz gegen das Londoner System von Frederic Cadei spielte, lange in Geduld üben. Schliesslich gewann er einen Bauern und konnte diesen Vorteil in einem Turmendspiel zu einem Sieg ummünzen.

Auch Jonathan Gast am 4. Brett gegen Shafkan Schamammadli, Nicola Ramseyer am 6. Brett gegen Ksenia Korotejewa und der erstmals für die 1. Mannschaft antretende, 13-jährige Marc Arsenie gegen Olivier Stephanus kamen dank Bauerngewinnen zu deutlichen Stellungsvorteilen. In diesen 3 Partien wäre mehr als jeweils nur ein remis dringelegen!

Mit einem Unentschieden endeten auch die beiden Partien von David Schaffner gegen Frederic Cadei und von Jean-Marc Horber gegen Guillaume Louis. Soweit ich das als selbstspielender Mannschaftsleiter beurteilen konnte, bewegten sich diese Partien immer im Remisbereich.

Ebenfalls zum ersten Einsatz in der 1. Mannschaft kam Hidde Dijkstra gegen Rasul Baghirov. Hidde erreichte als Schwarzer mit der Caro-Cann-Verteidigung zunächst eine ausgeglichene Stellung, kam dann aber wegen Konzentrationsproblemen vom richtigen Weg ab.

Übrigens beträgt in der Nationalliga B die Bedenkzeit 100 Minuten für die ersten 40 Züge, dann 50 Minuten für die nächsten 20 Züge und 15 Minuten für den Rest. Dazu kommt noch der Zeitzuschlag von 30 Sekunden pro ausgeführten Zug.

Meine Partie am 4. Brett dauerte 98 Züge bzw. von 12:30 Uhr bis ca 19:15 Uhr. Nachdem ich bei meinen Gewinnversuchen leider die Qualität verloren hatte, entstand ein Endspiel Turm gegen Läufer mit einem Mehrbauern meinerseits. Obwohl diese Stellung ganz einfach remis war, spielte mein Gegner beim Stand von 4:3 noch über 20 Züge weiter. Nachdem er mit seinem einzig verbliebenen Bauern nicht mehr ziehen konnte, machte er noch 15 Züge mit dem Turm und 6 Züge mit dem König und hoffte auf einen Fehler meinerseits. Ich selbst zog 21 mal mit meinem Läufer herum! Als mein Gegner ins remis einwilligte, hatte er seine gesamte Bedenkzeit aufgebraucht; die letzten 20 Züge spielte er nur noch dank dem 30-Sekunden Zeitzuschlag.

Fazit: Unser Einstieg in die neue Saison ist geglückt. Um uns in der Nationalliga B halten zu können, müssen wir aber unsere Vorteile besser nutzen! (Joni Gast)

Bern 2 (1. Liga, Westgruppe)


Nyon 2 - Bern 2 5½:½ (Tschernuschewitsch - F. Pellicoro 1:0, Rasch - Marti 1:0, A. J. H. Sermier - Monteforte 1:0, Rochat - Rösler ½:½, Promonet - Wasserfallen 1:0, Michaud - Ly 1:0)

In der ersten Runde bekamen wir es in pittoresker Szenerie in Form einer Villa am Ufer des Lac Léman mit der zweiten Mannschaft von Nyon zu tun. Dabei sprang Nguyen für den angeschlagenen Adrian ein (gute Besserung!), und wir bekamen Verstärkung von Fabian aus der ersten Mannschaft. Diese hatten wir gegen die Elo-mässig absolut überlegen aufgestellten Gegner auch bitter nötig: mit im Schnitt knapp dreihundert Elo mehr, einem GM am ersten Brett, und einem nach eigener Aussage eigentlich FM (kurz EFM) am zweiten Brett (der die Bearbeitungsgebühr an die FIDE nie zahlen wollte), waren wir der krasse Aussenseiter.

Fabian stellte sich der Mammutaufgabe, am ersten Brett mit Schwarz gegen den gegnerischen GM Aliaksei Charnushevich anzutreten. In einem Damengambit wurde er jedoch schnell von der taktischen Power des Gegners übermannt, und musste um den Verlust einer Leichtfigur zu verhindern das griechische Geschenk von Weiss annehmen. Er versuchte, die Stellung noch zu verkomplizieren, doch wenig später erzwang Charnushevich den Damengewinn, und Fabian gab auf. Danke für den Einsatz, das nächste Mal läufts sicher besser!

Bene am fünften Brett spielte mit Schwarz gegen den gut zweihundert Elo stärkeren Claude Promonet. Nach der Eröffnung gewann Weiss wegen viel Druck auf den gefesselten Sf6 eine Qualität, woraufhin Bene alles nach vorne warf, die g-Linie auf seiner Seite halb öffnete und Komplikationen suchte. Und das mit grossem Erfolg: plötzlich stand er wegen einer Turm-Dame-Batterie auf der g-Linie und einem Springer, der opferbereit auf h5 stand, komplett auf Gewinn. Sein Gegner schüttelte sichtlich den Kopf, konnte sich jedoch noch am Leben halten. Und dann passierte das undenkbare: Bene stand im Schach, und hob in einer Reflexhandlung seinen Läufer hoch. Der einzig legale Läuferzug war jedoch, diesen ungedeckt zwischen König und gegnerische Dame zu stellen, und so blieb ihm nichts anderes übrig als dem Gegner den Läufer zu schenken. Wenig später musste er die Segel streichen, womit wir 0:2 in Rücklage gerieten. Stark gekämpft und Kopf hoch, passiert den besten!

Auch Klaus mit Schwarz hatte am dritten Brett knapp zweihundert Elo weniger als sein Gegner Alain Sermier. Dank eines e5-Durchbruchs, den Klaus zwar antizipiert hatte, kam sein Gegner zu einer sehr aktiven Endspiel-Stellung, während Klaus' Figuren sehr passiv standen. Klaus gelang es dank präzisem Spiel, sich einigermassen zu entwinden, und schaffte es in ein Turm+Springer gegen Turm+Läufer Endspiel mit Minusbauern, das wegen des kompromittierten Damenflügels von Weiss durchaus Remischancen barg. Sein Gegner schaffte es jedoch, einen Turmtausch zu erzwingen, was ihm obendrein einen starken Freibauern bescherte. Der weisse Läufer dominierte daraufhin komplett den defensiven Springer von Klaus, und wenig später stand es 0:3.

Oli am zweiten Brett spielte mit Weiss gegen den EFM Holger Rasch gewohnt taktisch. Sein Gegner kannte sich in der etwas unkonventionellen Eröffnung Olis jedoch erstaunlich gut aus, und konnte sich ausserordentlich solide gegen Olis Aufmarsch aufbauen. Als Oli sah, das wir bereits mit 0:3 im Hintertreffen waren, riskierte er viel und Gewann durch ein Figurenopfer einen Bauern. In den Verwicklungen danach übersah er jedoch, dass seine Dame in der gegnerischen Festung eingesperrt wird, und musste sie für einen Turm hergeben. Sein Gegner verwertete den Materialvorteil, und wir verloren das Match vorzeitig mit 0:4. Danke für die teamorientierte Risikobereitschaft!

Blieben also noch Nguyen und ich für die Ehrerhaltung. Nguyen spielte am sechsten Brett mit Weiss gegen den gegnerischen Captain Christian Michaud. Er versuchte in gewohnt aggressiver Manier einen f4-Durchbruch zu realisieren, fand sich wegen dem soliden Spiel seines Gegners jedoch in einem leicht schlechteren Endspiel wieder. Daraufhin probierte er mit aktivem Spiel dagegenzuhalten, doch sein Gegner verwertete den Vorteil, und so stand es 0:5.

Und so war es an mir, das 0:6 zu verhindern. Das sah lange nicht gut aus: mein Gegner zerlegte meinen etwas dubiosen Aufbau nach Lehrbuch und erteilte mir eine positionelle Lektion. Danach verhalf er mir jedoch durch den Abtausch meiner passiven Schwerfiguren zurück ins Spiel. Zudem gelang es mir, das Zentrum zu schliessen, was sein Läuferpaar zumindest mittelfristig etwas neutralisierte. In einem für mich hochkomplexen Springer+Springer+Läufer gegen Springer+Läufer+Läufer Endspiel, indem ich einen Randfreibauern und mein Gegner einen gedeckten Freibauern im Zentrum hatte, musste ich in Zeitnot einen Plan finden. Da ich genug vom verteidigen hatte, spielte ich etwas riskant und stiess meine Bauern am Königsflügel, um Gegenspiel zu erlangen. Das zahlte sich aus: ich bekam nach einem temporären Bauernopfer genug Gegenspiel um den Vorteil meines Gegners zu neutralisieren, und so konnte ich wenigstens das Remis retten.

Und so verloren wir die erste Runde mit einem harschen 0.5:5.5. Doch gerade in Anbetracht der Elo-starken Gegner und der unglücklichen Niederlage Bénédicts, müssen wir uns mit diesem Resultat nicht verstecken. Und in der nächsten Runde gegen Genf wieder um den Sieg kämpfen!

(Linus Rösler)


Bern 5 (3.-Liga, Nordwestgruppe 3)

Bern 5 - Mett-Madretsch 1

(Niels Severin Gade - Charles Perret, 1:0, Luzian Spicher - Prosper Meyer 0:1, Yannick Radt - Sascha Jovanovic 0,5 : 0,5, Dairo Pulfer - Jebosja Bocevski 0:1)

Die neue SMM-Saison begann für unsere in der letzten Saison aus der 4. Regionalliga aufgestiegenen Junioren anspruchsvoll: In der Zunft empfingen wir mit Mett-Madretsch 1 einen Absteiger aus der 2. Regionalliga. So war die Ausgangslage denn auch klar, Mett-Madretsch war an jedem Brett besser besetzt, ihr schwächster Spieler hatte 1750 Elo; demgegenüber standen unsere Junioren mit maximal 1550 Elo, Yannick und Dario hatten gar noch nie eine gewertete Partie gespielt. Das Orakel Yogi prophezeite folgerichtig eine 0 : 4 Niederlage. Aber auch Orakel können falsch liegen ;-)

Dairo an Brett 4 wurde von seinem erfahrenen Gegner Jebosia Bocevski mit dem Läuferspiel konfrontiert. Nach einem Fehler im Übergang zum Mittelspiel wurde der Druck von weiss zu gross und Dairo gab folgerichtig nach 18 Zügen und knapp einer Stunde Spielzeit auf.

Auch Luzian an Brett 2 musste gegen den ältesten Spieler (*1943) von Mett-Madretsch eine Niederlage einstecken. Prosper Meyer spielte das Richter-Wesserov-System, eine bei Junioren doch eher unbekannte Eröffnung. So kam es, dass Luzian dabei einen Fehler machte und nach für ihn doch sehr kurzen 2 Stunden und 23 Zügen aufgab.

An den Brettern 1 und 3 kam ein Damenfianchetto (Nimzowitsch-Verteidigung) aufs Brett. Yannick an Brett 3 spielte bei seinem Debüt für Bern sehr überlegt und solide, beide Seiten gaben sich keine Blösse und so lautete das Ergebnis nach 41 Zügen und gut zwei Stunden remis. Sein Gegner Sascha Jovanic hatte zwar einen Bauern mehr, aber fand keine Möglichkeit, diesen Materialvorteil auszunutzen.

Niels an Brett 1 spielte grippegeschwächt gegen den über 50 Jahre älteren und über 250 Elo mehr aufweisenden Charles Perret. Beide kämpften verbissen, zwischenzeitliche Vorteile für Niels wechselten ab mit Vorteilen für schwarz und mündeten in einer komplizierten Endspielstellung. Der Gegner überlegte jeweils lange, doch Niels liess sich nicht verunsichern und nutzte schliesslich nach 3 1/2 Stunden trotz 3 Mehrbauern des Gegners seine bessere Position zum Sieg.

Bern 5 hat zwar wie erwartet verloren, aber die Niederlage war dann doch knapper als gedacht. Das stimmt zuversichtlich für den weiteren Verlauf der Saison (Ziel: Ligaerhalt) und an Erfahrung haben sicher alle gewonnen!

Bleibt noch zu erwähnen, dass Dario und Yannick eigentlich zum Team Bern 6 von Yogi gehören, danke an Euch fürs Füllen der fussballbedingten Lücken bei Bern 5 und auf eine weitere erfolgreiche Zusammenarbeit der beiden Juniorenteams des SK Bern! Bereits übernächste Woche geht es gemeinsam nach Langenthal.

Bern 6 und 7 (4.-Liga)

Bern 7 - Bern 6 2 - 2 (Oliver Stettler - Valerio Ferraro 1 : 0, Milo Alberti - Zachary Scheidegger 0 : 1, Dario Hilpertshauser - Timo Braun 1 : 0, Thomas Schlegel - Emilio Ferraro 0 : 1)

Aus Sicht von Bern 7: Schon in der ersten Runde treffen die beiden Berner Teams dieser Gruppe aufeinander. Auf der einen Seite die Teenager von Bern 6, auf der andern die Studenten (plus Papa Thoemel). Die SSB-Codes lagen (ausser bei Papa) alle über 25'000, sprich für die meisten war es das erste oder eines der ersten Spiele in einer Meisterschaft.

Brett 2 ist als erstes fertig. Milo spielt mit Schwarz ein Caro Kann, findet in der Eröffnung aber nicht die richtige Zugfolge und steht schon bald mit dem Rücken zur Wand. Zachary lässt nichts anbrennen und so geht Bern 6 früh in Führung. Als zweiter folgt Thoemel, der sich Emilio beugen muss. Nach einer lange ausgeglichenen Partie macht zuerst Emilio einen schwerwiegenden Fehler, doch Thoemel lässt sich nicht lumpen und macht einen noch grösseren. In der Überzeugung, den direktesten Weg gefunden zu haben, übersieht er ein Grundlinien-Schach, nach welchem die Dame verloren geht. Oliver am ersten Brett spielt gegen Caro Kann, also erstes und zweites Brett quasi parallel zu Beginn. Valerio weiss die richtige Zugfolge, Oliver auch, und so gestaltet sich die Eröffnung wenig überraschend. Oli spielt früh h4 und bringt seine Türme ins Zentrum. Dann aber kommt Valerio immer mehr ins Spiel und wenn Valerio nicht ein zweizügiges Matt übersehen hätte ..., aber so kann Bern 7 auf 1:2 verkürzen. Dario spielt gegen einen Königsinder. Timo drückt mit seinen Bauern und Schwerfiguren auf dem Damenflügel, während er mit seinen beiden Springern auf dem Königsflügel eine Bauer-Läufer-Turm-Kombo von Dario zu verteidigen versucht. Dario gelingt es, am Königsflügel durchzubrechen, einen Springer zu ergattern und die Türme abzutauschen. In der Fortsetzung tauscht er noch die Damen und kann schliesslich einen Bauern umwandeln und das Spiel für sich entscheiden.

Das Unentschieden können wir als gerecht bezeichnen, aber auch als unwichtig. Viel wichtiger waren die Erfahrungen, die die Frischlinge machen konnten. Wir hatten eine gute Stimmung im Saal, im Analyseraum und erst recht danach im Bärehöfli. (Thomas Schlegel)

Aus Sicht von Bern 6: Gegen seine eigenen Leuten Krieg zu führen, ist niemals erfreulich. Doch am Samstag, den 30. des vierten Monats, waren wir zu genau dem gezwungen. Aus einem anderen Blickwinkel betrachtet, scheint diese Situation jedoch keineswegs so schlimm zu sein, wie zuvor angedeutet. Auch einer unserer Mitstreiter betrachtete seine Partie eines anderen Blickwinkels, so lief es ihm auch hervorragend, bis ihm ein kleines, jedoch fatales Missgeschick unterlief und sich das Blatt im Nu wendete. Der Name des soeben erwähnten Mitstreiters lautet Valerio Ferraro, der nach einem von seinem Gegner abgelehnten Remis-Angebot mit viel Zuversicht in ein Matt hineinlief. Deutlich besser lief es an Brett zwei, wo Zachary Scheidegger mit Bauerngewinn aus der Eröffnung kam. Da sein Gegner aber nicht an die Fähigkeiten des Zacharyden glaubte, musste dieser ihn am Ende mit einem Matt überzeugen. An Brett drei entwickelte sich eine komplexe Stellung durch gegenseitige Rochade, woraus sich zwei Angriffsflügel bildeten. Leider war der Angriff des Gegners dominierender, weshalb sich Timo Braun nach einer langen und strengen Spielzeit mit einer Niederlage zufriedengeben musste. Bei Emilio Ferraro ging eine abwechslungsreiche Partie vonstatten, bis sein Gegner erkennen musste, wie schwach seine Grundlinie war. Emilio zögerte keine Sekunde und schnappte sich den Sieg. So gingen wir mit einem Remis aus der ersten Runde. (Timo Braun/Valerio Ferraro)


Bern 8 (4.-Liga)

Bümpliz 2 - Bern 8 2 - 2 (Stefan Esper - Wim Runkel 1-0, Ivo Siegenthaler - Heinz Hofer 0-1, Bruno Walker - Mario Useche 1-0, Werner Troller - Simon Useche 0-1)

Bern 8 bestreitet im Schloss zu Bümpliz sein Auftaktspiel gegen das 2. Team des Vorortklubs. Verstärkung bekam Bern 8 von Wim aus Team 7. Leider muss Wim eine unglückliche Niederlage gegen Esper hinnehmen. Routinier Heinz Hofer kehrt nach einer längeren Durststrecke zum Siegen zurück. Am 2. Brett konnte Heinz Hofer gegen den gegnerischen Teamleiter und Klubpräsidenten Ivo Siegenthaler reüssieren. Das Debut für Bern 8 geben Vater und Sohn Useche. Während Mario am 3. Brett eine Niederlage hinnehmen musste, konnte Simon sein 1. Spiel für das Team siegreich gestalten. Das 2-2 ist die gerechte Punkteteilung..