SK Bern 6 (4. Liga)

6. Runde: SK Bern 6 - SK Saanenland 1


Bern 6 - Sannenland 1 2.5:1.5 (Silvan Bonanomi - Mario Zoppas 1/2 : 1/2, Luzian Spicher - Rudolf Schmid 1:0, Julian Sutter - Ueli Schopfer 0:1, Niels Gade - N.N. 1:0ff)

Das letzte Heimspiel der SMM-Saison 2021 war für Bern 6 eine hohe Hürde; reiste doch der Tabellenführer Saanenland 1 aus der Sonne in den Berner Nebel zum Duell an. Doch diesmal hatten wir ein wenig Glück: Der gegnerische Mannschaftsleiter Mario Zoppas informierte mich im Laufe des Vormittags, dass sie nur zu dritt die Reise antreten würden. So kam der eigentlich am 4. Brett vorgesehene Leandro zu einem freien Nachmittag, Niels durfte als Zuschauer mit in die Zunft und wir hatten unseren ersten Punkt forfait gewonnen. Damit keimte in mir die leise Hoffnung, doch noch einen Mannschaftspunkt holen zu können.


Unsere Junioren gaben gegen die im Schnitt 55 Jahre (!!!) älteren Herren aus Saanen alles.


Mehr als eine Stunde verging, und an allen Brettern hatten sich komplizierte Stellungen mit immer noch fast allen Figuren auf dem Brett entwickelt.


Luzian an Brett 2 bekam es mit der slavischen Verteidigung zu tun. Zunächst sah es so aus, als ob sein Gegner leichte Vorteile hätte, doch dann gelang Luzian der Gewinn eines Bauern. Dies war der Anfang vom Ende der Partie, nach 35 Zügen gab sein Gegner angesichts der komplett verlorenen Stellung nach knapp zwei Stunden auf. Der 2. Punkt für Bern und für Luzian wohl eine der kürzesten Partien in seiner SMM-Karriere!


Julian und sein Gegner an Brett 3 hatten Englisch eröffnet und im Laufe der Zeit hatte Julian zwar einen Läufer für einen Bauern gewonnen, stand aber unter enormem Druck seines Gegners. Der Verlust eines Turms um den 30. Zug herum besiegelte die Partie. Nachdem Luzian einen Punkt für uns geholt und damit mindestens ein Unentschieden gegen Saanenland gesichert hatte, gab Julian folgerichtig im 42. Zug auf.


Jetzt lag es an Silvan, den entscheidenden Punkt zu machen. Silvan spielte diesmal an Brett 1 - eigentlich eine taktische Aufstellung, in der Hoffnung, Punkte an den unteren Brettern holen zu können. Doch Silvan nahm die Herausforderung begeistert an: Nach der Ponziani-Eröffnung stand er nach 10 Zügen bereits leicht besser, und nach 25 Zügen mit einem Mehrbauern war sogar ein Sieg möglich. Silvan entschied sich aber für die sicherere Variante und bot seinem 300 Elo stärkeren Gegner Remis. Dieser nahm an und wir hatten völlig unerwartet gewonnen!


Damit etablieren sich unsere Jüngsten sicher im oberen Mittelfeld ihrer Gruppe, sogar der Aufstieg ist noch möglich. Wenn schlussendlich "nur" Bern 5 aufsteigt, sind wir aber auch zufrieden!


P.S. Dank Führungslisten-Download liess sich das Durchschnittsalter der beiden Mannschaften leicht berechnen: 13,7 Jahre gegen 68,7 Jahre :-) sg

5. Runde: SK Simme 2 - SK Bern 6


Simme 2 - Bern 6 1:3 (Andreas Huggler - Niels Gade 1/2:1/2, Marlies Wüthrich - Luzian Spicher - 1/2:1/2, Nando Schmocker - Julian Sutter 0:1, Manuel Künzli - Leandro Aegler 0 : 1)

Der 5. SMM-Spieltag führte Bern 6 an einem nebligen, feuchten Novembertag bis ins Simmental. Im Kirchgemeindehaus von Zweisimmen ging es um kurz nach 14 Uhr an die Bretter.


Leandro an Brett 4 spielte gegen einen etwa gleichaltrigen Junior. Dieser antwortete auf e4 mit g6, was Leandro kurzfristig verunsicherte - "modern" war er bisher noch nicht unterwegs gewesen. Die Verunsicherung war allerdings nur von kurzer Dauer und nach und nach gewann Leandro die Oberhand und einen Bauern. Nachdem der Gegner sich auf einen Damentausch eingelassen hatte, erhöhte Leandro den Druck und setzte im 33. Zug mit Läufer, Springer und Turm seinen etwas überraschten Gegner matt. Nach einer Stunde war der erste Punkt, welcher auch der erste SMM-Punkt für Leandro war, gewonnen!


Julian spielte an Brett 3 gegen einen deutlich älteren und 200 Elo stärkeren Junior einen klassischen Sizilianer. Zu Beginn sah es so aus, als würde alles wie zu erwarten verlaufen, doch der Gegner nutzte seine Angriffsmöglichkeiten nicht und so gelang Julian nach gut 1 1/2 Stunden mit einer geschickten Kombination und einer Mattdrohung mit Dame und Läufer auf g2 der Gewinn von Turm und Bauer für einen Läufer! Die beiden gingen mit deutlichen Vorteilen für Julian ins Endspiel, in welchem ein Turmopfer die Umwandlung in eine Dame und schlussendlich den Partiegewinn für Julian sicherte. Nebenbei stellte Julian noch einen persönlichen Rekord auf: Noch nie hatte er so lange gespielt - über 2 Stunden und 15 Minuten.


Luzian und seine Gegnerin an Brett 2 spielten italienisch, und beide Seiten spielten sehr ruhig und überlegt. Zwischenzeitlich stand Luzian zwar besser, fand aber 1x leider nicht den besten Zug, womit die Stellung wieder ausgeglichen war. Nach der 2:0-Führung für Bern 6 ging Luzian kein Risiko mehr ein, nahm im 25. Zug das Remis-Angebot seiner Gegnerin an und sicherte so unserer Mannschaft nach knapp 3 Stunden den Sieg. Danke Luzian!


Niels kam gegen den Senior im Team zum Zug. Dieser eröffnete d4, in der Folge entwickelte sich sehr langsam irgendwie die französische Verteidigung (Rubinstein-Variante). Erst nach 2 Stunden kam etwas Bewegung in die Partie; ein Bauernopfer von weiss brachte Niels - trotz des Mehrbauern - in eine eher ungünstige Stellung. Niels verteidigte konzentriert weiter und konnte sich zwischenzeitlich sogar einen leichten Vorteil verschaffen. Auf beiden Seiten kam schliesslich die Müdigkeit durch und es gab Fehler und verpasste Chancen. Nach über 3 1/2 Stunden und 65 Zügen nahm Niels Gegner sein Remis-Angebot dann doch noch an. Zum Glück - so reichte es noch auf den Zug um 18:02 Uhr ;-)


Danke an den Schachklub Simme für den tollen Empfang und die spannenden Partien! Und herzliche Glückwünsche an unsere Junioren, die gegen die im Schnitt 110 Elo stärkeren Gegner 3 Punkte holen - das habt ihr super gemacht!


4. Runde: SK Bern 6 - SK Thun 3


Bern 6 - Thun 3 2.5:1.5 (Niels Gade - Martin Winter 1:0, Luzian Spicher Selim Bucher 1 : 0, Julian Sutter - Sebastian Kämpf 1/2 : 1/2, Leandro Aegler - Ledion Rexhepi 0 : 1)

Bern 6 gegen Thun in der Zunft (Bild: Silke)

Alle andern waren schon weg (Bild: Silke)

In der 4. Runde spielte Bern 6 gegen Thun 3, den aktuellen Tabellenleader unserer Gruppe. Wir gingen mit viel Respekt in diese Begegnung hinein, hatte doch Thun 3 in der 1. Runde auch Bern 5 geschlagen.

Alles in allem war es ein sehr unterhaltsamer Nachmittag, einerseits auf den Brettern andererseits auch sonst: In der Münstergasse lärmte die Corona-Demo, in der Kramgasse gab eine Band ein Konzert!

Niels am ersten Brett holte nach ungefähr einer Stunde tatsächlich den ersten Punkt für Bern. Sein erfahrener und 200 Elo stärkerer Gegner hatte im Zweispringerspiel kurz nach der Eröffnung einen Springer eingestellt. In den folgenden 20 Zügen kämpfte er erbittert weiter und hoffte auf einen Fehler von Niels, doch Niels liess sich nicht aus der Ruhe bringen und verbesserte seine Position langsam, aber stetig weiter. Im 36. Zug gab sein Gegner schliesslich auf.

Unser Jüngster Julian am dritten Brett eröffnete mit d4, verlor früh einen Bauern und sah sich nach 15 Zügen deutlich im Nachteil. Mit einigen gut überlegten Zügen, viel Geduld und etwas Glück gelang es ihm dann aber, seinen ein paar Jahre älteren Gegner zu verunsichern. Dieser übersah im 22. Zug eine Fesselung, sodass Julian einen Läufer gewinnen konnte. Die Erleichterung stand ihm ins Gesicht geschrieben und nach knapp 90 Minuten einigte man sich auf Remis.

Leandro gab am vierten Brett sein diesjähriges SMM-Debüt. In einer italienischen Partie spielten beide sehr ruhig und konzentriert. Leider gelang es Leandros Gegner, eine kleinere Unachtsamkeit von Leandro im Mittelspiel im Laufe der Zeit in einen deutlichen Vorteil umzubauen und setzte ihn nach knapp zwei Stunden matt. Damit stand es nach drei Partien unentschieden.

Luzian am zweiten Brett hatte damit nur eine Option: Gewinnen oder zumindest nicht verlieren. Gespielt wurde skandinavisch und die ersten drei Stunden passierte: Fast nichts! Beide überlegten lange, Luzian hatte über weite Strecken ganz leichte Vorteile, konnte diese aber nicht in eine gewonnene Stellung umwandeln. Als nach über 3 Stunden nur gut 20 Züge gespielt waren, machten wir Mannschaftsleiter uns langsam Sorgen, dass vor Ablauf der Zeit die 40 Züge nicht erreicht werden würden. So entschied dann auch der Zeitdruck die Partie: Luzians Gegner spielte unter Zeitdruck weniger genau, sodass Luzian mit weniger als fünf Minuten auf der Uhr die Dame für einen Turm gewinnen konnte. Nach 3,5 Stunden gab sein Gegner schliesslich auf.

So war es der Tag der erfolgreichen Rachefeldzüge: Bern 5 rächte sich an Münsingen und wir uns im Gegenzug an Thun! So kann es weitergehen :-)

sg

3. Runde: SK Münsingen 2 - SK Bern 6


Münsingen 2 - Bern 6 2.5:1.5 (Joel Zwahlen - Igor Melenevskii 1:0, HP Schwab - Luzian Spicher 1/2 : 1/2, Silvan Glauser - Silvan Bonanomi 1/2 : 1/2, Lukas Bolliger - Julian Sutter 1/2 : 1/2)

Diesmal ging es für die Junioren von Bern 6 begleitet von Sabine Riedo Spicher und Marcel Gyger nach Münsingen. Im Kirchgemeindehaus war Münsingen 2 unser Gegner.

Julian am 4. Brett erspielte sich relativ rasch ein Remis, während es bei den anderen dreien lange ausgeglichen beziehungsweise leicht besser für Bern stand. Aber bessere Stellungen müssen leider immer noch gewonnen werden.

So endete Silvans Partie nach gut zwei Stunden remis, während Igor am ersten Brett eine Niederlage hinnehmen musste.

Luzian kämpfte weiter, aber auch diese Partie endete gegen den Senior im Team von Münsingen nach knapp drei Stunden remis und die Niederlage unseres Junioren-Team war besiegelt.

Kopf hoch - es war eng, beim nächsten Spieltag scheint wieder die Sonne!


2. Runde: SK Bern 5 - SK Bern 6


Bern 5 - Bern 6 1:3 (Luca Marbacher - Luzian Spicher 1:0, Zoel Liechti - Roger Eichelberger 1:0, Luca D'Arcangelo - Niels Gade 1/2:1/2, Thomas Schlegel - Igor Melenewski 1:0).

Unsere Junioren mussten heute "auswärts zuhause" gegen Bern 5 antreten.

Luzian spielte am Brett 1 mit schwarz gegen Luca Marbacher. Die beiden lieferten sich eine lange, aber nur 16 Züge dauernde Partie mit dem schlechteren Ende für Luzian. Dieser hatte einen mutigen Zug gespielt um die Remis-Stellung aufzubrechen, der leider nicht den erhofften Erfolg brachte.

Am Brett 2 ersetzte Roger Eichelberger von Bern 4 (danke Roger und Yogi für die Unterstützung unserer Jüngsten!) den sich in Quarantäne befindenden Leandro. Roger übersah im Eifer des Gefechts den auf seinen Turm zielenden Läufer von Zoel Liechti und musste die schnellste Niederlage einstecken.

Niels verhinderte nach gut zwei Stunden am Brett 3 gegen Luca D'Arcangelo das 4:0. Trotz einer Figur weniger im Endspiel blieb er hartnäckig und kämpfte sich in eine Remis-Stellung zurück.

Igor spielte am Brett 4 gegen Mannschaftsleiter Thömel. Nach einer lange ausgeglichenen Partie gab Igor angesichts der bereits feststehenden Niederlage seiner Mannschaft und des Mehrbauern von Thömel nach 2,5 Stunden auf.

Damit verlor Bern 6 mit 0,5 zu 3,5 Punkten das Derby gegen Bern 5 - ein Resultat, das deutlicher aussieht, als es eigentlich war. Unsere Junioren spielten konzentriert und brachten ihre Gegner ins schwitzen. Leider praktisch immer mit dem besseren Ende für Bern 5 ...

sg

  1. Runde: SK Trubschachen 4 - SK Bern 6


Trubschachen 4 - Bern 6 1:3 (Sturm - Melenevskii 1:0, Wiedmer - Gade 0:1, Bürki - Sutter 0: , Kohler - Bonanomi 0:1).

Unsere Junioren von Bern 6 durften die 1. SMM-Runde gegen Trubschachen 4 bestreiten. Niels, Julian und Silvan wurden an den Brettern 2-4 ihrer Favoritenrolle gegen 3 Junioren aus dem Emmental gerecht.

Den ersten Punkt gewann Julian. Nach gut einer Stunde gab sein Gegner angesichts zweier Freibauern und deutlichem Materialnachteil auf.

Bei Silvan kam das London-System aufs Brett. Nach und nach gewann Silvan Figur um Figur, kurz nach Julians Gegner gab auch Silvans Gegner auf.

Niels und seine Gegnerin spielten italienisch. Nach ruhigem Beginn nutze Niels seine Stärken im positionellen Spiel und setzte im 31. Zug ungefährdet Matt.

Nur Igor am Brett 1 musste sich seinem etwas stärker einzuschätzenden Gegner, einem Senior, geschlagen geben. Dieser eröffnete Englisch, lange war die Partie ausgeglichen. Nach der 3:0 Führung seiner Mannschaft spielte Igor dann etwas zu schnell und verlor eine Qualität, die später seine Niederlage besiegelte.

Alles in allem: Ein toller Auftakt in die Saison ... und zurück nach Bern fuhr eine grössere Menge Kambly-Kekse mit :-)

sg