4. Runde SMM 2010
Nationalliga A
1. Liga Nordwest
2. Liga Nordwest 1
3. Liga West 1
3. Liga Nordwest 4
Leicht verspätet musste ich einen grenzwertigen Überfall von cher Gustave überstehen. Im Nachhinein könnte man darin ein willkommenes Hochputschen in die richtige, aggressive Schachstimmung sehen. Nur dank der Hilfe von Simon waren Tische, Bretter und Stühle rechtzeitig bereit - natürlich auf der Licht schwächeren Saalseite, da Märcu geschickt die andere gewählt hatte und der Klub bestimmt noch Jahre lang diesen nicht herausschraubbaren Gewinde ausgesetzt bleiben wird.
Zwischendurch weitere Stressoren wie das Suchen von Partieformularen, Kartons und der IQ-Test mit diesen neumodischen Uhren. Bei der Begrüssung war Mätthu noch nicht anwesend, jedoch schob sein Gegner bei der Nennung seines Namens eine Mini-Panikattacke.
Simon bot sicher die beste Leistung - unbekannte Eröffnung und heikel zu verwertender Vorteil - er spielte deutlich am längsten und holte dieses Mal das ganze Skalp. Mätthus Eröffnungskenntnisse glichen seinen vorgeburtlichen Erinnerungen, jedoch versetzt der Wille Berge und der Gegner hatte diesem entfesselten Genie nichts entgegenzusetzen, so dass er sehr bald die WM und einen ersten Malzschluck geniessen durfte.
Dänu hatte das Pech, mit Lorenz Ryf auf eine noch grössere und zähere Remisnudel zu treffen. Dieser bot - bestimmt sehr Team loyal - mit den Weissen nach wenigen Zügen Remis an, welches Dänu zwar sprachlich ablehnte, sich innerlich jedoch nicht mehr ganz lösen konnte - kurz nach weiteren 15 Zügen und ausgeglichener Stellung war es dann soweit. Carmelo zeigte Geduld und Positionsverständnis und wurde erst zum Schluss etwas hastig - dieser Punkt war nie in Gefahr.
Gemäss Fritz war meine Partie nicht ohne Fehler jedoch passabel geführt - der einzige Moment zum Gegenschlag verpasste mein Gegner und so musste er auch vor der Zeitkontrolle die Pfote geben. Unwesentlich kürzer sass Jürg Meli daneben - sein Gegner startete eine wahre Abtauschorgie, um in einem schlechten Turmendspiel zu landen. Meli schnaufte manchmal und machte mystische Handbewegungen übers Brett, jedoch brachte er die notwendige Geduld und Technik für den Gewinn auf.
Bevor Mätthu wieder eine gnadenlose Resultat-Attacke startet - es war eine saubere und gradlinige Leistung der gesamten Mannschaft. Klausi hatte etwas Pech mit dem Zeitpunkt seines Anrufes und der Spende des Apéro - der Durst flackerte nochmals ziemlich auf und der Gesamtschaden beträgt 6 Weinflaschen, welche die MLs teilen werden.
Abgesehen von der Beleuchtung wurde auch die Bewirtung (Pizzakurier) kritisch gewürdigt - vielleicht ist auch in diesem Bereich vom Klub her mehr machbar, wenn überhaupt ein Interesse am Wirtschaftsumsatz besteht.
Erleichtert gebe ich die schwere Bürde des Amtes an Klausi zurück - bald müssen wir ja erneut ran.
Bericht: Jürg Trefzer