5. Runde SMM 2006

Bern I Bern II Bern III Bern IV Bern V

1. Liga West (304)

Resultate

Schwarz-Weiss - Bern 1

:

Genf - Bois-Gentil

3

:

5

Martigny - Vevey

3

:

5

Fribourg - Grand Echiquier

:

Erwartung                   (2036) - (2093)

:

Stéphane Bläser (2055) - Andy Lehmann (2108)

½

:

½

Uwe Beimfohr (2080) - Matthias Roth (1986)

½

:

½

Bernd Jauch (2022) - André Lombard (2316)

0

:

1

Florian Schiendorfer (2062) - Simon Jakob (2120)

0

:

1

Mathias Leutwyler (2099) - Marco Lehmann (2231)

0

:

1

Fridolin Marty (1951) - Gabriel Hefti (1908)

1

:

0

Jürg Häberli (1977) - Stephane Kellenberger (2112)

0

:

1

Frank Holzgrewe (2043) - Jürg Trefzer (1964)

½

:

½

Trotz Fussball-WM wurde am Samstag in der brütenden Hitze noch etwas Schach gespielt.

Unsere 1. Mannschaft hat sich mit einem überzeugenden 5½ : 2½ Sieg gegen SW Bern II das Ticket zum Aufstiegsspiel in die NLB gesichert. Wir haben vor den letzten 2 Runden im Herbst 4 MP und 5.5 EP Vorsprung auf das drittplazierte Bois-Gentil - André Lombard mahnte jedoch nach dem Match den überschwenglichen ML zur mathematischen Vorsicht. Wir könnten selbstverständlich bei zwei 3-5 Niederlagen und zwei Bois-Gentil Siegen von 6-2 noch auf dem 3. Platz landen - diese Hypothese ist aber etwa gleichzusetzen mit einem 4-0 Vorsprung der Schweiz gegen die Ukraine 5 Minuten vor Spielschluss und die Schweiz würde noch "tauchen".

Nichtsdesto trotz werden wir das Erreichen des Aufstiegsspiel in der nächsten Runde gegen Vevey am 2. September im SKB-Klubheim gebührend feiern - wo auch dann die mathematischen-lombardschen Zweifel aus dem Wege geräumt werden.

Ich selbst hatte am Samstag eine kurzweilige Partie gegen Beimfohr - Beimfohr ist bekannt für sein nicht unbedingt kreatives Schach - er ist aber ein zäher Kämpfer und macht praktisch keine Fehler - SW hat ihn eigentlich ans 2. Brett gesetzt um gegen Lombard oder Franzoni zu klammern - was ihm immer wieder erfolgreich gelingt - kürzlich konnte er in einem SGM-Match gegen IM Kümin ein Remis "abklammern". Deshalb war wohl meine Aufstellung am 2. Brett ein gelunger Schachzug - da Beimfohr oft gegen sehr gute Spieler Remis macht - aber im Gegenzug gegen schwächere Spieler kaum gewinnt.

Nach einem Elefantengambit (1. e4 e5 2. Sf3 d5!? für die nicht Gambitkundigen unter euch) kam es zu folgender interessanten Stellung:

Ich hatte soeben gross geröchelt - und Beimfohr schnappt sich mit 13. Se6: einen Bauern - das Nehmen dieses vergifteten Bauern hätte ich bitter bestrafen sollen - stattdessen hätte Uwe mit 0-0 bzw. Le3 seine Eröffnung abschliessen sollen! 13. ---- Te8! 14. Sxg7 (der zweite Bauer ist weg - Fritz sieht erst nach einiger Zeit, dass die Stellung nun dreht!) 14. ---- Sf3+ (Doppelschach!) 15. Kd1 (only!) Td8+ 16. Ke2 (wieder only!) Sd4+!! (dieses naheliegende Schach hatte ich in meinen Berechnungen leider nicht gefunden) Weiss verliert nun in jeder Variante entscheidend Material. Ich spielte indessen 13. Sf3+? 14. Ke2! Te8 15. Kf3: und konnte mit Hängen und Würgen in einem T-Endspiel mit einem Minusbauern noch ein Remis erkämpfen.

 Mätthu


Bern I Bern II Bern III Bern IV Bern V

2. Liga Nordwest 2 (406)

Köniz Bubenberg 1 - Spiez 1

4

:

2

Entlebuch Amt 1 - Biel SG 3

4

:

2

Trubschachen 2 - Bern 2

:

Grenchen 1 - Simme 1

4

:

2


Erwartung           (1913) - (1986)

:

Andres Widmer (2034) - Stefan Hubschmid (2042)

1

:

0

Stefan Thuner (1933) - Toni Riedener (1995)

1

:

0

Reto Moser (1908) - Lukas Kulczyk (2008)

0

:

1

Thomas Felder (1906) - Adrian Mauerhofer (1937)

0

:

1

Hans Thuner (1854) - Thomas Wälti (2005)

½

:

½

Reto Wyss (1844) - David Schaffner (1930)

0

:

1

Stefan reagierte gut auf das Lettisch des Gegners und konnte sich einen Mehrbauern in einem Mittelspiel mit allen Schwerfiguren auf dem Brett sichern. Er übersah leider einen taktischen Trick des Gegners büsste einen Bauern ein und landete in einem schlechteren Turmendspiel, welches er nicht mehr Remis zu halten vermochte. Tonis Gegner spielte den KIA und bot noch in der Eröffnung ein Figurenopfer an für etwas Angriff. Als ich kurz ans Brett kam glaubte ich keine ausreichende Kompensation für die Figur zu sehen, jedoch entschied sich Toni nach längerem Nachdenken die Figur nicht zu nehmen. Der Gegner leitete einen Bauernsturm am Königsflügel ein, wo sich beide Könige befanden. Schwarz musste leider mangels an Gegenspiel die Waffen strecken. Ich spielte geschlossenes Sizilianisch und behielt die ganze Partie über die Initiative. Partientscheidend waren schliesslich die schwarzfeldrigen Schwächen vor dem König des Gegners. Nebst Turm und Dame waren ungleichfarbige Läufer auf dem Brett, wobei meiner bedrohlich die verlassene Fianchettostellung des Gegners durchleuchtete. Das Bilden einer Läufer-Dame Batterie auf der langen Diagonale stellte undparierbare Drohungen auf und zwang den Gegner zur Aufgabe. Adrians Partie war die Ausschlaggebende. Beim Stand von 2.5-2.5 war er als einziger noch am Spielen. Adrian hatte die ganze Partie über eine etwas gedrängte Stellung konnte schliesslich eine Figur gewinnen gegen 2 Bauern, wobei sein König in der Mitte verbleiben musste. Im richtigen Moment opferte er die Figur zurück und erreichte ein Endspiel mit Turm + Läufer+ 3 Bauern beiderseits. Nachdem auch die Türme getauscht wurden, lag der Vorteil wieder auf Adrians Seite, da er über einen entfernten Freibauern verfügte. Der Gegner behandelte das Endspiel schlecht und der Freibauer brachte die Entscheidung. Adrians Sieg und zugleich auch der Sieg der Mannschaft stand damit fest! In dieser Partie hätte es aber ganz leicht auch anders ausgehen können. Glück gehabt! Thomas hatte ein gewöhnliches Königsindisch auf dem Brett und erreichte nach interessanten Abwicklungen ein Endspiel mit minimalem weissen Vorteil, der jedoch nicht zum Gewinn ausreichend war, da die weissen Bauern etwas zu verwundbar waren. David stand in einem Königsinder mit c5 etwas gedrängt mit allen Figuren auf der 7. und 8. Reihe. Der Gegner leitete einen Angriff ein, berechnete ein Springeropfer falsch und stand schliesslich mit einer Figur weniger da. Nachdem der Angriff verpuffte, entschied ein schwarzer Freibauer und die Mehrfigur die Partie.


Bern I Bern II Bern III Bern IV Bern V

3. Liga Nordwest III (511)

Resultate

Kirchberg 2 - Birseck 4

:

Bern Schwarz-Weiss 3 - Köniz Bubenberg 2

:

Bern Bümpliz 1 - Trubschachen 3

:

Bern 3 - Zollikofen 1

4

:

2

Erwartung             (1765) - (1769)

4

:

2

Mario Cobianchi (1874) - Ricco Hostettler

1

:

0

Rudolf Stadler (1893) - Corinne Bahr (1645)

1

:

0

Thomas Koch (1771) - Walter Mühlemann (1685)

1

:

0

Ernst Frischknecht (1690) - Christian Rindlisbacher (2008)

0

:

1

Ulrich Zürcher (1621) - Andreas Zahnd (1737)

0

:

1

Manfred Lauffer (1742) - Hannes Spichiger

1

:

0

Im Duell der ersatzgeschwächten Mannschaften behielten wir das glücklichere Ende. Manfred und Mario machten mit dem Zollikofer Nachwuchs kurzen Prozess. Nach einem groben Schnitzer von Thomas' Gegner spielte Schwarz mit einem Läufer mehr. Diese Überlegenheit wurde von Thomas sukzessive in einen Gewinn umgewandelt. Ruedi blieb mit einem Königsgambit seiner diesjährigen hau-drauf-und-Schluss-Methode treu. Corinne wehrte sich zwar tapfer, aber etwas zu zeitintensiv gegen die zahlreichen Fallstricke. Mit schlussendlich nur noch 10 Minuten für die restlichen 20 Züge ging dann die Übersicht verloren. Ueli kämpfte am Schluss zwar noch verbissen, hatte aber eindeutig zu wenig Material, um zu gewinnen.


Bern I Bern II Bern III Bern IV Bern V

4. Liga West I (622)

Resultate

Bern Schwarz-Weiss 5 - Biel SG 7

3

:

3

Bern 4 - Biel SK 1

:

Erwartung (1804) - (1644)

4

:

2

Robert Chaleyrat (1812) - Gero Kuich (1841)

½

:

½

Stefan Hinderberger (1801) - Ernst Lehmann (1688)

0

:

1

Rolf Jaggi (1902) - Kurt Funk (1645)

1

:

0

Willy Dellsperger (1760) - Markus Soltermann (1564)

1

:

0

Klaus Neuenschwander (1820) - Alfons Wittke (1464)

1

:

0

Dietmar Michel (1730) - Elmer Koch (1660)

0

:

1


Bern I Bern II Bern III Bern IV Bern V

4. Liga West 3 (624)

Resultate

Belp 1 - Köniz Bubenberg 3

4

:

2

Solothurn SK 2 - Biel SG 6

:

Thun SK 4 - Bern 5

3

:

3

Grenchen 3 - Simme 3

4

:

2


Erwartung                  (1653) - (1793)

2

:

4

Daniel Wenger (1890) - Reto Bhunjun (1919)

1

:

0

Peter Hirsbrunner (1732) - Marcel Gyger (2028)

0

:

1

Jürg Soltermann (1600) - Lorenz Hilfiker (1782)

½

:

½

Trudy André (1602) - Roland Bürki (1798)

0

:

1

Stefan Morgenthaler (1551) - Fabian Burkhard (1481)

½

:

½

Louis Linder (1545) - Timo Reusser (1748)

1

:

0

Mit einem Sieg hätten wir wohl den Sack zugemacht und das Aufstiegsspiel gesichert (In der nächsten Runde spielen wir nämlich gegen das bisher punktelose Grenchen). Stattdessen gibt es jetzt noch einen heissen Kampf in den letzten zwei Runden.

Roland und Marcel gewannen ihre Partien schnell und souverän. Reto liess sich auf ein messerscharfes Spiel ein, gewann einen Turm, geriet danach aber in einen tödlichen Mattangriff. Timo war wie schon zweimal in der SGM die tragische Figur des Kampfes. Er verlor erneut gegen einen schwächeren Gegner. Beim Stand von 2 : 2 blieben also noch Fabian und ich übrig. Aus seiner verflachten Stellung liess sich leider nicht mehr als ein Remis heraus holen. Ich meinerseits hatte zuvor mit einem Qualitätsopfer den Kampf anzuheizen versucht. Mein Gegner gab die Qualität jedoch sogleich zurück und schliesslich blieben je ein Turm und ungleichfarbige Läufer auf dem Brett. Selbst nach einem Bauerngewinn gab es einfach kein Vorankommen, da Turmtausch natürlich sofort zum remis führte.