20 Fragen an Gabriel Hefti
geb. 1. Oktober 1961 - SKB-Mitglied seit 1987


Was bedeutet dir das Schachspiel ?
Form spielerischer Kommunikation zwischen Menschen. Als abstraktes analytisches Betätigungsfeld ziemlich blutleer.

Gibt es etwas, dass dir beim Schachspielen missfällt ?
Ehrgeiz, losgelöst vom Bedürfnis spielerischer Kommunikation.

Dein(e) bevorzugte(r) Schachspieler/in ?
Bent Larsen, ein guter und origineller Schachspieler, der gut und originell übers Schach schreibt.

Was gefällt dir im Schachklub Bern ?
Ein halbes bis ein Dutzend interessante Menschen.

Was vermisst du im SKB ?
Durchmischung. Breites Engagement.

Welche Eigenschaften weisst du bei Menschen zu schätzen ?
Offenheit, Neugier und eine Lebensgeschichte als persönlicher Hintergrund.

Was hast du für Vorstellungen /Wünsche für dein persönliches Leben ?
Es gibt einen jüdischen Witz: Wie bringst Du Gott zum Lachen? Erzähl ihm von Deinen Plänen.

Träume, Utopien bez. der Entwicklung unserer Gesellschaft ?
Mut zum Rückschritt und zu Risiko.

Die grössten Leistung(en) der Menschheit ?
Gedanken, Kunstwerke,……habe Lust bei dieser Frage zu kneifen.

Was macht dir Freude im Leben ?
Lesen, Philosophieren, Spazieren, Schlafen, Schachspielen, Schauen.

Was magst du nicht ausstehen ?
Symbiose von Dummheit und Einbildung.

Wenn es eine Weltregierung gäbe, welcher realen oder fiktiven Person würdest du das Amt des Präsidenten anvertrauen ?
King Ludd (ein König, den es vermutlich nie gegeben hat, Schutzpatron der Maschinenstürmer).

Deine Beziehung zur Arbeit ?
Plattform für Kommunikation. Juristerei als Ausdruck menschlicher Kultur und Zivilisation.

Deine bevorzugte(n) Musik/Musiker ?
Klassik von Bach bis Prokofiev, Lieder, troubadourmässige Geschichten erzählend wie Jacques Brel oder Mani Matter.

Dein bevorzugter Schriftsteller ?
Fast unmöglich zu beantworten, müsste 50-100 Schriftsteller empfehlen, mag keine Hierarchie, finde meist das unübertrefflich, was ich im Moment gerade lese.

Was magst du für Wörter ?
„Ich sahe mit betrachtendem Gemüte
Jüngst einen Kirschbaum, welcher blühte“
(Beginn des Gedichts „Kirschblüte bei Nacht“ von Barthold Heinrich Brockes, 1727).

Welche Wörter magst du nicht ausstehen ?
Fast alle Modewörter aus der Betriebswirtschaft: Burn-Out, Win-Win-Situation, Work-Life-Balance

Welche Uhrzeit des Tages ist deine Lieblingszeit ?
Die Mittagszeit.

Was für ein Tier möchtest du gerne sein ?
Hund eines Randständigen, der mich mag.

Welche Frage möchtest du meinem nächsten Interviewpartner stellen, die ich dir nicht gestellt habe, ( und welche würdest du dafür streichen ) ?
Hast du schon mal die Mokele Mbembe-Verteidigung (1.e4 Sf6 2.e5 Se4) gespielt und wenn nein, warum nicht?
( Die grössten Leistung/en der Menschheit? )