Problemwettbewerb des Schachklubs Bern auf dem Bundesplatz am 22.09.2011


Im Rahmen der Wahlsendungen des Schweizer Fernsehens, das dem SKB mehrere Aktivitäten angeboten hatte, fand am 22.9.11, geleitet von Heinz Gfeller und bestens unterstützt von Roland Bürki, ein kleines Problemschach-Lösungsturnier statt.

Den Teilnehmerinnen und Teilnehmern wurden die beiden nachfolgenden Aufgaben vorgelegt. Sie mussten die Lösungen bis um 17 Uhr in den aufgestelten Briefkasten werfen.

A) Partiestellung Torres-Aljechin mit Schwarz am Zug, Blindsimultan Sevilla 1922 (W: Kh1 Dc2 Tf1 Sd4 Sh3 Ba2 b2 e5 f4 g2 h2 = 11; S: Kh8 Dh5 Tf8 Lb7 Se4 Ba6 c4 f5 g7 h6 = 10).

Aufgabe1

Aljechin gewann mit einer Kombination in 3 Zügen. Wie spielte er?


B) Zweizüger von J. Opdendoort, De Maasbode 1915 (W: Kh1 Db6 Lc6 Lf6 = 4; S: Kc8 La6 Lh8 Sc3 Sf7 Bh6 = 6).

Aufgabe2

Weiss zieht und setzt spätestens im 2. Zug matt. Anzugeben sind der erste Zug von Weiss (Schlüsselzug), die Mattdrohung und je einen schwarzen Verteidigungszug, der zu einem neuen Matt führt, was drei so genannte Varianten ergibt.


Bewertet wurde nach einem Punktesystem mit je 5 P. pro Aufgabe, das auch bei internationalen Lösungsturnieren angewendet wird. Dabei kam es zu sehr erfreulichen Ergebnissen. Alle 17 Teilnehmenden lösten ganz oder teilweise richtig. Aus den 6 mit dem Maximum von 10 Punkten wurden die folgenden drei Gewinnerinnen und Gewinner ausgelost:

1. Pierre Frei, Wohlen bei Bern (Fr. 100.--)
2. Emd Madi, Enggistein (FR. 50.--)
3. Tamara Uebersax, Muttenz (Fr. 30.--).

Je ein Problemschachbuch erhalten Roland Bürki, Chi Tuyet Binh und Hildegard Schwab.
7 Teilnehmende erzielten 9 und 4 weitere 8 bis 6 Punkte.


Die vollständigen Lösungen lauten wie folgt:

A) Der spätere Weltmeister Alexander Aljechin, der ohne Ansicht des Brettes gegen mehrere Gegner spielte, opferte die Dame auf h3, was zum folgenden Partieschluss führte: 1. - Dxh3! (3 P.) 2.gxh3 Sf2+ (1 P) 3.Kg1 Sxh3 matt (1 P.).

B) Der weisse Läufer c6 behindert seine Dame und wird deshalb weggezogen, am besten auf der Diagonalen c6-g2. Weil 1.Ld5? und 1.Le4? an SxL und 1. - Lf3? an h5 scheitern, muss 1.Lg2! (1P.) geschehen, was 2.Lh3 matt (1 P.) droht. Dagegen kann Schwarz sich so verteidigen, dass die folgenden drei Varianten entstehen: 1. - Kd7 2.Dc6 matt (1 P.), 1. - Lf1 (oder L anders) 2.D(x)b7 matt (1 P.) und 1. - Sg5 (oder Sf7 anders) 2.D(x)d8 matt (1 P.).


Besten Dank dem Schweizer Fernsehen, den Verantwortlichen des Schachklubs Bern und allen Teilnehmerinnen und Teilnehmern dafür, dass sie diesen Wettbewerb ermöglicht und ihm zum Erfolg verholfen haben. (hg)