Spaghetti-Bolo&Pesto-Blitz (5 Minuten + 3 Sekunden) vom 2. Januar 2010


Zuerst mal allen alles Gute im neuen Jahrzehnt. Eiserne Gesundheit und viel Freude beim Schachspielen und sonstwo. Jetzt zum eigentlichen Thema dieses Artikels. Ich sitze im 3-Tram, auf dem Weg in den Schachklub, um erstmals neu am Samstag um vierzehn Uhr zu öffnen. Haltestelle Brunnadern. Eine junge Frau steigt ein. Mit ihrer Tochter und ihrem kleinen Bub im Schlepptau. Sie nehmen gegenüber Platz und die Mutter wechselt ihrem Bub die Windeln. Die verschmutzten legt sie neben sich aufs Polster. Gewöhnungsbedürftig. Im Bahnhof kaufe ich Spaghetti und Saucen. Im Schachklub sind Daniel Maurer, Jürgen Strauss und Herbert Bornand schon da, als ich mit den Einkäufen eintreffe und auch Robert Gustave Chaleyrat, wie ich kurz darauf höre. Viel mehr werden gar nicht mehr eintreffen. Der ausgeschriebene Spaghetti-Bolo&Pestoblitz am zweiten Tag des neuen Jahrzehnts ist kein Gassenfeger, wenn auch vor den Fenstern die wunderschöne Allee im Abendlicht menschenleer dasteht. Jürgen Strauss und Daniel Maurer blitzen im Raucherraum. Herbert Bornand guckt zu. Robert Gustave Chaleyrat spaziert wippend von Raum zu Raum. Der eingetroffene Marcel Gyger streitet mit Herbert Bornand engagiert über die Ästhetik der Konstruktion im Analyseraum, welche buchhalterische, also Bücher haltende Funktionen ausübt. Moritz Vollenweider, auch eingetroffen, fordert dazu auf, trotz reduziertem Interesse das Turnier durchzuführen. Herbert Bornand schafft es, Daniel Maurer und Jürgen Strauss aus der Endlosschlaufe ihres Privatblitzduells loszueisen, so dass immerhin mehr als ein halbes Dutzend wenn auch beträchtlich verspätet das Spaghetti-Bolo&Pesto-Blitz starten. Zwei Stunden später folgender Einlauf:

  1. Jürgen Strauss mit fünf Siegen und einer Niederlage (gegen Dauerrivale Daniel Maurer)

  2. Daniel Maurer mit vier Siegen und zwei Niederlagen. Daniel Maurer verpasste Turniersieg gegen Moritz Vollenweider und in Springerendspiel gegen Gabriel Hefti

  3. Herbert Bornand mit drei Siegen und auch nur zwei Niederlagen (gegen die beiden Erstplatzierten, remis gegen Marcel Gyger)

  4. Gabriel Hefti mit zwei Siegen, zwei remis (gegen Robert Gustave Chaleyrat und Moritz Vollenweider) und zwei Niederlagen (gegen Herbert Bornand und Jürgen Strauss)

  5. Marcel Gyger mit Siegen gegen Robert Gustave Chaleyrat und Moritz Vollenweider, einem remis gegen Herbert Bornand und Niederlagen gegen Daniel Maurer, Jürgen Strauss und Gabriel Hefti

  6. Moritz Vollenweider mit nur einem Sieg (gegen Daniel Maurer), Punkteteilungen gegen Robert Gustave Chaleyrat und Gabriel Hefti und Niederlagen gegen Marcel Gyger, Herbert Bornand und Jürgen Strauss

  7. Robert Gustave Chaleyrat mit Punkteteilungen gegen Moritz Vollenweider und Gabriel Hefti und Niederlagen gegen Jürgen Strauss, Daniel Maurer, Herbert Bornand und Marcel Gyger

Der Turniersieger verlässt darauf das Klublokal. Während der letzten beiden Runden wärmte in der Küche schon die Bolo-Sauce und das Spaghettiwasser, dank Herbert Bornand. Auf den Pastaspass und den Rotwein brauchte darum nicht mehr lange gewartet zu werden. Nach Verzehr stritten mit kohlehydrat- und leicht promillisierten Bäuchen Herbert Bornand, Marcel Gyger, Moritz Vollenweider, Daniel Maurer und Gabriel Hefti unterschiedlich engagiert über direkte Demokratie, wie viel Staat in der Kultur, Musikalisches und Anderes. Mal schauen, ob die nächsten Samstage mehr Leute den Weg in den Schachklub finden?


Gabriel Hefti