Drittes Turnier Urwaldschach
Das dritte Turnier
der Themenserie „Urwaldschach“
ist Geschichte. Am zweiundzwanzigsten Tag des Vorvorschlussmonats dieses Jahrzehnts fanden sich erneut sechs
Teilnehmer ein, um zu den
vorgeschriebenen Eröffnungszügen
<1.e4 e5 2.f4 Df6> in den Räumlichkeiten
des Berner Traditionsklubs mit der unverwechselbaren Aura ein Blitzturnier mit sieben Minuten Bedenkzeit zu spielen. Es spielte Jeder gegen
Jeden je einmal mit Weiß und Schwarz. Leider fanden David Weisstanner, Julian Kellerhals und Werner Nelissen den Weg in den
Urwald diesmal nicht. Erstmals teil nahm dafür
der Vertreter der magyarischen
Schachschule und Fünfter des vorwochendlichen Freitagsturniers, Gabor Bölkény. Nicht zuallererst betreffs Vorbereitung, sondern wie gehabt hinsichtlich
technisch-krativer Fertigkeiten
erwies sich der letzte Alleinpräsident Lukas Kulczyk erneut
als das Turnier
überragender Spieler, wenn auch erneut
nicht mit vollkommen weißer Weste. Die anderen Spieler der ersten Mannschaft des Schachklubs Bern bereiteten das für den
Aufstieg in die oberste Spielklasse entscheidende unmittelbar bevorstehende Doppelrundenwochenende ganz ohne urwaldschächliche Vergnügungen vor. Gesamtbilanz am Ende des Turniers: Vierzehn Siege für den Führer der weißen Figuren, zehn Siege für
den Führer der schwarzen Figuren und zwölf
Partien mit Punkteteilung.
• Erster Lukas Kulczyk mit acht Punkten aus zehn
Partien und einem Preisgeld von elf Franken
• Auf dem zweiten und dritten
Rang gmeinsam David Schaffner
und Noël Studer mit siebeneinhalb
Punkten aus zehn Partien
und einem Preisgeld von je sieben Franken
• Vierter Moritz Vollenweider
mit vier Punkten aus zehn Partien
und einem Preisgeld von zwei
Franken achtzig
• Auf dem fünften und sechsten
Rang gemeinsam Gabor Bölkény
und Gabriel Hefti mit eineinhalb Punkten aus zehn Partien
und gänzlich ohne Preisgeld
Im Jackpot, der im sechzehnten Turnier zur Auszahlung kommen wird, befinden
sich zwanzig Franken achtzig.
Statistisches zu den bisher gespielten
Eröffnungen :
|
U R W A L
DS
C H ACH |
HALLOWEEN 1.e4 e5 2.Sf3 Sc6 3.Sc3 Sf6 4.Sxe5 Sxe5 5.d4 Sc6 od. Sg6 |
GEIER 1.d4 c5 2.d5 Sf6 3.c4 Se4 |
NORDWALDER 1.e4 e5 2.f4 Df6 |
|
WEISSERGEBNIS % |
50 |
67 |
56 |
|
SCHWARZERGEBNIS
% |
50 |
33 |
44 |
Als aussichtsreichste exotische Eröffnung
erwies sich somit bisher das
Halloweengambit, am fluguntauglischten der Geier. .
Das nächste Turnier
der Serie findet am zwölften November
statt. Unumgänglich sind dann die eröffnenden
Züge 1.e4 e6 2.d4 b5 3. Lxb5, das
sogenannte Schlenkeriana oder Franko-Polnisch.