Themenserie Urwaldschach gestartet

 

Das erste Turnier der Themenserie „Urwaldschach“ ist Geschichte. Sieben Teilnehmer fanden sich ein, um zu den vorgeschriebenen Eröffnungszügen <1.e4 e5 2.Sf3 Sc6 3.Sc3 Sf6 4.Sxe5 Sxe5 5.d4 Sc6 oder Sg6> ein Blitzturnier mit sieben Minuten Bedenkzeit zu spielen.  Aufgrund der überschaubaren Spielerzahl spielte Jeder gegen Jeden und, wie es die ausgeklügelten Regularien dieser singulären Turnierserie vorsehen, je einmal mit Weiß und Schwarz. Die sich einfanden, waren unterschiedlicher, denn die Vorstellung ahnen ließ. Als Erster erwähnt sei David Schaffner, aufgrund von Erfahrungen im elektronisch vernetzten Blitzschach vor Bildschirm und intakten Interessens für ausgefallene Eröffnungen sicher nicht völlig unvorbereitet. David Weisstanner hingegen fand sich aus anderen Gründen ein. Ebenfalls vor einem Bildschirm fand er beim elektronisch vernetzten Konsultieren von Schachseiten diejenige unserer Spielgemeinschaft und entschloß sich zu einem donnerstäglichen Schnupperbesuch in unserm Klubheim in der frühherbstlich glühenden Äußeren Enge. Spontan entschloß er sich dabei zur Teilnahme am Turnier. Gabriel Hefti hingegen fand sich bewußt ein, hoffend nicht der Einzige zu sein und voller Vorfreude auf was diesfalls kommen möge. Zur Teilnahme am Turnier nützte Julian Kellerhals die kurzen Ferien von seinem anspruchsvollen Lehramt in Lausanne. Lukas Kulczyk gestand freimütig, daß er die Variante (genannt Halloween-Gambit) zuhause zusammen mit einem analysestarken kleinen polnischen Fisch mehrere Minuten vor Bildschirm durchgesehen hatte. Noel Studer seinerseits verkündete mehrmals, daß er die vorgeschriebenen Eröffnungszüge nur mit den dunklen Holzfiguren gern spielt, während für Werner Nelissen nach dem Turnier feststand, daß er das Halloween-Gambit künftig weder mit Weiß noch mit Schwarz auf dem Brett haben möchte. Als für Weiß gefährlichste Fortsetzung erwies sich in Übereinstimmung mit der Analyse des kleinen polnischen Fisches <5. …Sg6 6.e5 Sg8 7.Lc4 c6>, während die sogenannte „Widerlegung“ <5. ... Sc6 6.d5 Lb4 7.dxc6 Sxe4 8.Dd4 De7 9.Le3 f5> (in der Zähringerstadt auch als „Zenovariante“ bekannt)  vom Führer der weißen Figuren kaum gefürchtet zu werden braucht. Äusserst unangenehm zu spielen für die schwarzen Figuren scheint zumindest unter den Bedingungen stark beschränkter Bedenkzeit die sogenannte „Sargnagelvariante“ <5. … d4 Sc6 6.d5 Se5 7.f4 Sg6 8.e5 Sg8 9.d6 cxd6 10.exd6>. Gesamtbilanz am Ende des Turniers: Neunzehn Siege für den Führer der weißen Figuren, ebenso viele für den Führer der schwarzen Figuren und vier Partien mit Punkteteilung. Zum Abschluß dieser Ausführungen folgt der Hinweis aus das nächste Turnier vom achten Oktober, in dem Eröffnungszüge zur Anwendung kommen werden, die nach dem gefährlichen Greifvogel namens Geier benannt sind (1.d4 c5 2.d5 Sf6 3.c4 Se4) und die Schlussrangliste:

 

·         Erster Lukas Kulczyk mit elfeinhalb Punkten aus zwölf Partien und einem Preisgeld von zwölf Franken

·         Zweiter Noel Studer mit acht Punkten aus zwölf Partien und einem Preisgeld von neun Franken

·         Dritter David Weisstanner mit sieben Punkten aus zwölf Partien und einem Preisgeld von sechs Franken

·         Vierter David Schaffner mit fünfeinhalb Punkten aus zwölf Partien und einem Preisgeld von drei Franken

·         Zusammen Fünfte Julian Kellerhals und Gabriel Hefti mit je fünf Punkten aus zwölf Partien

·         Siebter leider ganz ohne Punkte auch aus zwölf Partien Werner Nelissen.

 

Im Jackpot, der im sechzehnten Turnier zur Auszahlung kommen wird, befinden sich sieben Franken.